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Der internationaler Luftverkehr des Iran ist nach neuen US-Sanktionen weitgehend isoliert. Mehrere Staaten haben inzwischen ihre Kooperation mit iranischen Airlines eingestellt oder verweigern gar die Erlaubnis, den Luftraum zu nutzen. Ab dem Hauptstadtflughafen Imam-Khomenei in Teheran fliegen nur noch wenige iranische Airlines nach Russland, China oder die Türkei.
Insbesondere Istanbul gilt als wichtigstes Drehkreuz für Reisende, die in oder aus dem Land nach Europa und die USA fliegen wollen. Fluggäste hatten dort zuletzt über Unsicherheit und Chaos an den Schaltern iranischer Airlines berichtet. Die wichtigste und modernste private Fluggesellschaft des Irans, Mahan Air, musste ihre Türkei-Verbindungen bereits einstellen.
Der Flughafen der Pilgerstadt Najaf stellte infolge der US-Sanktionen alle Flüge vom und in den Iran ein. Flughafendirektor Hussein Muhanna verwies auf eine entsprechende Anweisung der irakischen Regierung an den Gouverneur von Najaf, die auf US-Betreiben hin erfolgte. Die Stadt liegt rund 160 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad und ist ein wichtiges Ziel für schiitische Gläubige. Der Flughafen wird darüber hinaus von Irakern genutzt, die im Iran Universitäten besuchen oder sich dort medizinisch behandeln lassen. In beiden Ländern stellen Schiiten die Mehrheit.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt. Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen.
