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Iran droht mit Aus für alle Öl-Exporte und neuen Angriffen

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Irans Parlamentspräsident Qalibaf droht mit neuen Angriffen
©Afp, QASSEM AL-KAABI, APA
Der Iran hat mit dem Ausfall aller Ölexporte aus Nahost gedroht, sollte er weiter am Verkauf des eigenen Öls gehindert werden. Kein Land in der Region werde in diesem Fall in der Lage sein, Öl zu exportieren, sagte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf nach Angaben staatlicher Medien. Zudem sei keine regionale Infrastruktur sicher, wenn der Iran nicht sicher sei.

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Qalibaf nahm Bezug auf eine Rede von US-Präsident Donald Trump bei der UNO-Generalversammlung vergangener Woche. Darin hatte Trump erneut mit schweren Angriffen gedroht.

Die iranische Regierung hat die eigene Bevölkerung vor Engpässen bei der Energieversorgung im Winter gewarnt. "Wir waren Zeugen von Angriffen, die unser wirklich hartherziger Feind gegen unseren Energiesektor durchgeführt hat", sagte Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani mit Blick auf die israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran-Krieg.

Erhebliche Produktionskapazität sei verloren gegangen, sagte Mohajherani vor Journalisten. Sie sprach von täglich fast 230 Millionen Kubikmetern Erdgas, was knapp einem Viertel der nationalen Produktion entspricht. Man sei bemüht, 100 Millionen Kubikmeter Produktionskapazität wiederherzustellen.

Ein Schiff ist einem Bericht zufolge am Montag in der Straße von Hormuz unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde es von einem unbekannten Projektil getroffen. Ein Feuer sei ausgebrochen, inzwischen aber gelöscht worden. Die Besatzung sei in Sicherheit und das Schiff weiter auf dem Weg. Der Vorfall ereignete sich demnach am Montagabend. In der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Straße von Hormuz kam es zuletzt regelmäßig wieder zu Beschuss.

Das US-Militär setzt seit Mitte Juli eine Seeblockade für Schiffe durch, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen. Dadurch ist der iranische Ölhandel nahezu zum Erliegen gekommen. Die Aufhebung dieser Blockade gilt als eine zentrale Forderung Teherans in Verhandlungen mit den USA.

Dem Iran und verbündeten Milizen werden Angriffe der vergangenen Monate zugeschrieben, die Energieinfrastruktur wie Pipelines und Raffinerien der arabischen Nachbarstaaten zum Ziel hatten.

Teherans Drohungen sollen wohl Druck auf die laufenden Verhandlungen ausüben. Die iranische Regierung erwartet nach eigenen Angaben am heutigen Dienstag eine Antwort aus Washington auf den iranischen Vorschlag für eine Wiederöffnung der Straße von Hormuz. Katarische Vermittler wollten "die Angelegenheit noch einmal mit der amerikanischen Seite erörtern, woraufhin uns die endgültige US-Antwort übermittelt wird", erklärte der iranische Außenminister Abbas Araqchi am Montag. "Die Katarer hoffen, dass dies bis morgen geschehen wird", fügte er hinzu.

Die strategisch wichtige Meerenge von Hormuz, über die vor dem Krieg ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Gaslieferungen lief, steht im Zentrum des Konflikts, der Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf Teheran begonnen hatte. Seitdem beansprucht der Iran die Kontrolle über die Meerenge.

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