In der Nähe der jüdischen Synagoge in der Tempelgasse in Wien-Leopoldstadt ist am Sonntag eine Handgranate gefunden worden. Sie befand sich in einer Tasche, die in einem Hauseingang gegenüber der Synagoge abgestellt war, wie die Polizei der APA mitteilte. Die Granate wurde vom Entschärfungsdienst abtransportiert. Bei der anschließenden Untersuchung wurde festgestellt, dass sich in dem Granatenkörper kein Sprengstoff befand und die Zündvorrichtung nicht funktionsfähig war.
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Nach derzeitigem Informationsstand bestehe kein direkter Bezug zu der in der Tempelgasse gelegenen Synagoge oder einer antisemitischen Intention, hieß es vonseiten der Landespolizeidirektion Wien am Nachmittag. Dennoch wurde das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) in Kenntnis gesetzt, die weiteren Ermittlungen laufen.
Die Tasche war am Vormittag laut einer Sprecherin von einem Mitarbeiter der Synagoge entdeckt worden. Nachdem er die Granate darin sah, informierte er die Polizei, die mit dem Entschärfungsdienst anrückte und eine großräumige Sperre veranlasste, da eine akute Gefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte.


