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Die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat in den vergangenen zehn Jahren zugenommen. Die Quote stieg laut Statistik Austria von 66,9 Prozent im Jahr 2014 auf 70,7 Prozent im Jahr 2024. Im selben Zeitraum erhöhte sich ihre Teilzeitquote von 46,9 Prozent auf 51,1 Prozent. Diese Unterschiede am Arbeitsmarkt wirken sich auch stark auf die Pensionen aus: Im Jahr 2024 lagen die Alterspensionen von Frauen um 40,3 Prozent unter jenen der Männer.
Der Gender Pay Gap wird europaweit einheitlich anhand der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft berechnet. Im EU-Durchschnitt ging der Gender Pay Gap von 15,7 Prozent im Jahr 2014 auf 11,1 Prozent im Jahr 2024 - und damit ebenfalls um 4,6 Prozentpunkte wie in Österreich - zurück. Größer als in Österreich ist die Lohndifferenz nur noch in Tschechien (18,5 Prozent) und Estland (18,8 Prozent).
Der noch immer hohe Gender Pay Gap in Österreich kann laut Analysen von Statistik Austria zu rund einem Drittel durch strukturelle Unterschiede erklärt werden. Frauen arbeiten beispielsweise öfter in schlechter bezahlten Branchen und Berufen oder sind kürzer im Unternehmen beschäftigt als Männer. Unterschiede in der Arbeitszeit sind durch die Verwendung von Stundenverdiensten bereits berücksichtigt. Teilzeit wird im Schnitt aber pro Stunde geringer entlohnt, was Frauen stärker betrifft als Männer.
Bei den Gründen für Teilzeitbeschäftigung zeigen sich ebenfalls große Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Mit 40,1 Prozent waren Betreuungspflichten für Kinder oder pflegebedürftige Erwachsene für Frauen der wichtigste Grund, bei Männern waren das nur 7,2 Prozent. Ginge es übrigens rein nach der formalen Ausbildung, müssten Frauen im Durchschnitt bereits mehr verdienen als Männer, lautet ein weiteres Ergebnis der Statistik Austria.






