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Gefechte auch nach Verlängerung der Waffenruhe im Libanon

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Israelischer Angriff im Süden des Libanon
©Afp, -, APA
Israel und der Libanon haben sich auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt, dennoch wurden die heftigen Gefechte zwischen Israels Armee und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz fortgesetzt. Kurz nach Bekanntgabe der Feuerpause wurden mindestens sechs Menschen im Süden des Libanons bei einem israelischen Angriff getötet, während die Hisbollah Drohnenangriffe auf den Norden Israels flog.

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Kurz nach Bekanntgabe der verlängerten Feuerpause wurde am Freitag in der libanesischen Ortschaft Haruf ein Zentrum der Hisbollah-nahen Organisation Islamisches Gesundheitskomitees von israelischen Angriffen getroffen. Dabei wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens sechs Menschen getötet, darunter drei Rettungskräfte.

Die Hisbollah meldete unterdessen neue Drohnenangriffe auf israelische Kasernen in der grenznahen nördlichen Stadt Kiryat Shmona, die seit Monaten wiederholt unter Beschuss stand.

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei weiteren Angriffen in der libanesischen Region Tyros mindestens 37 Menschen verletzt, darunter sechs Krankenhausmitarbeiter, neun Frauen und vier Kinder.

Die israelische Luftwaffe griff nach Angaben eines Militärsprechers Hisbollah-Ziele im Südlibanon an. Nähere Angaben machte das Militär zunächst nicht. Vor dem Angriff hatte das Militär die Bevölkerung mehrerer Ortschaften im Südlibanon aufgefordert, wegen der bevorstehenden Attacke ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Die Angriffe wurden mit Verstößen der Hisbollah gegen die bestehende Feuerpause begründet.Die israelische Armee hatte am Freitag erklärt, dass einer ihrer Soldaten im Süden des Libanon getötet worden sei. Der 20-Jährige starb demnach im Süden des Landes, teilte die Armee mit. Nähere Angaben machte sie nicht. Seit dem 2. März sind insgesamt 20 Israelis im Libanon getötet worden - 19 Soldaten und ein Zivilbeschäftigter der Streitkräfte.

Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte die von der Islamischen Republik unterstützte Hisbollah in Solidarität mit Teheran wieder Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Die israelischen Streitkräfte griffen daraufhin Stellungen der Miliz im Süden des Libanons und Hochburgen der Hisbollah in den Vororten der Hauptstadt Beirut an.

Die brüchige Feuerpause gilt seit dem 17. April und wäre eigentlich am Sonntag ausgelaufen. US-Außenamtssprecher Tommy Pigott sagte am Freitag, die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sollten am 2. und 3. Juni fortgesetzt werden. Bereits am 29. Mai wolle das US-Verteidigungsministerium zudem Militärvertreter aus beiden Ländern zusammenbringen. Pigott fügte an, die Gespräche sollten "dauerhaften Frieden" zwischen Israel und dem Libanon, eine vollständige Anerkennung der Souveränität und territorialen Integrität beider Länder und "echte Sicherheit entlang ihrer gemeinsamen Grenze" erreichen.

Seit dem erneuten Ausbruch der Kämpfe Anfang März wurden im Libanon offiziellen Angaben zufolge rund 2.900 Menschen getötet, darunter zahlreiche Frauen und knapp 200 Kinder.

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