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Vor knapp einer Woche hatte sich in Washington die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, mit dem israelischen Vertreter in Washington, Yechiel Leiter, getroffen. Es war das erste direkte Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. Auch US-Außenminister Marco Rubio war zugegen.
Israel strebt nach Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu mit den direkten Verhandlungen ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Er fordert auch eine Entwaffnung der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz, mit der Israel bis zuletzt wieder im offenen Krieg stand.
Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen. Israel hat dort nach eigenen Angaben eine sogenannte "Sicherheitszone" eingerichtet, die libanesische Führung spricht dagegen von Besatzung libanesischem Bodens.
In der Nacht zum Freitag trat im Libanon eine zehntägige Waffenruhe in Kraft. Seitdem kam es aber zu neuen Zwischenfällen. Die vergangenen sechs Wochen hatte die Hisbollah-Miliz mit Israel Krieg geführt. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind nicht Konfliktpartei.
Bei zwei Einsätzen hätten israelische Soldaten im Südlibanon "Terroristen ausgeschaltet", teilte die Armee mit. Diese verstießen demnach gegen die Waffenruhe und näherten sich den Soldaten; es habe eine "unmittelbare Bedrohung" gegeben. Die Luftwaffe habe auf Anweisung von Bodentruppen geschossen. Es war zunächst unklar, wie viele Tote es bei den Vorfällen gab.
Das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Beirut meldete, dass bei einem Angriff in der Provinz Nabatiya im Südlibanon sechs Menschen verletzt wurden. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, die Angelegenheit zu prüfen. Laut der vom US-Außenministerium veröffentlichten Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und dem Libanon darf Israel alle notwendigen Maßnahmen zur Selbstverteidigung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe ergreifen.
Israelische Soldaten sind weiterhin im Südlibanon stationiert. Das Land spricht von einer sogenannten "Sicherheitszone", um Nordisrael vor Angriffen der Hisbollah zu schützen. Die libanesische Führung spricht dagegen von einer Besatzung libanesischem Bodens. Vertriebene Libanesen können derzeit nicht in die Gegend zurückkehren.
Die Raketenabschussrampe habe sich weiter nördlich der "Sicherheitszone" befunden, teilte Israels Armee mit. Die Hisbollah verkündete in der Früh indes, gepanzerte Fahrzeuge der israelischen Armee seien in der Nacht von Sprengsätzen getroffen worden, die die vom Iran unterstützte Miliz zu einem früheren Zeitpunkt in der Gegend platziert habe. Israels Armee erklärte auf Anfrage, ein gepanzertes Fahrzeug sei wahrscheinlich durch einen Sprengsatz beschädigt worden. Es habe zunächst keine Berichte über Verletzte gegeben. Der Vorfall werde untersucht.






