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Der Erfolg des Programms wird sich daher erstmals in einem Jahr beurteilen lassen, hieß es in der Aussendung. Im Vorjahr sind jedenfalls bei 944 Menschen die Bakterien, die in den meisten Fällen eine "normale" Lungenentzündung verursachen, in eine ansonsten sterile Körperregion eingedrungen und haben zu einer invasiven Erkrankungsform geführt. Konkret äußert sich die Erkrankung vor allem in Form einer besonders schweren Lungenentzündung, einer Blutvergiftung (Sepsis) oder einer Hirnhautentzündung (Meningitis).
"Der Verlauf kann sehr schwer sein, eine Behandlung auf der Intensivstation erforderlich machen und leider auch - selbst mit Behandlung durch Antibiotika - zum Tod führen", erläuterte Eveline Kink, Leiterin der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie am LKH Graz und Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP). 2025 sind 64 Personen an einer IPE gestorben, das sind sieben mehr als im Jahr davor.
Die höchste Inzidenz wurde in der Gruppe der Über-80-Jährigen gemessen. "In dieser Gruppe sehen wir - aufgrund des nachlassenden Immunsystems und oft vorhandener weiterer Krankheiten - besonders oft Komplikationen. Daher ist gerade bei älteren Menschen die Pneumokokken-Impfung ganz besonders wichtig", betonte Kink. Ähnlich wie die kostenfreie Gürtelrose-Impfung wurde die Pneumokokken-Impfung von der Bevölkerung bereits sehr gut angenommen. Seit Einführung der Gratis-Impfung wurden laut e-Impfpass mehr als 210.000 Dosen verimpft und etwa 400.000 Impfstoffe ausgeliefert, berichtete der ÖVIH.





