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Darunter seien Dutzende Frauen und Mädchen, hieß es. Die Taliban-Behörden äußerten sich zunächst nicht zu möglichen Opfern oder Festnahmen.
Der Leiter der Sittenpolizei in Herat, Scheich Azizur Rahman al-Muhājir, wies Berichte über Festnahmen wegen Verstößen gegen die Vorschrift zur Verschleierung zurück. Seine Inspektoren hätten lediglich Anleitungen gegeben und das Bewusstsein für den islamischen Hidschab geschärft, zitierte ihn die staatliche Nachrichtenagentur Bakhtar.
Ein Sprecher der Polizei von Herat erklärte hingegen, die Versammlung im Gebiet Jebrail habe "Spannungen erzeugt" und die öffentliche Ordnung gestört. Augenzeugen berichteten, die Proteste seien ausgebrochen, als die Sittenwächter versucht hätten, mehrere Frauen festzunehmen. Einige Anrainer sagten, die Sicherheitskräfte hätten auch Frauen ins Visier genommen, die sich an die Kleiderordnung hielten, die eine vollständige Bedeckung von Gesicht und Körper vorschreibt.
Ein von Reuters nicht verifiziertes Video zeigt bewaffnete Einsatzkräfte, die eine Demonstration auflösen, an der auch vollständig verschleierte Frauen teilnahmen. In einem Ausschnitt ist zu sehen, wie Menschen in Deckung gehen, während im Hintergrund Schüsse zu hören sind.
Seit ihrer Machtübernahme im Jahr 2021 haben die Taliban die Rechte von Frauen und Mädchen massiv eingeschränkt. Dies betrifft unter anderem den Zugang zu Bildung, Arbeit und Sport und stößt international auf scharfe Kritik.
Bereits am Montag hatte die UNO-Hilfsmission in Afghanistan (UNAMA) ihre Besorgnis über Berichte geäußert, wonach Frauen im Westen des Landes wegen angeblicher Verstöße gegen die Kleidungsvorschriften festgenommen worden seien. Die Taliban erklären ihrerseits, die Rechte der Frauen in Übereinstimmung mit ihrer Auslegung des islamischen Rechts zu respektieren.
An Afghan burqa-clad woman walks along a street against the backdrop of snow laden mountains in the Argo district of Badakhshan province on January 18, 2026. (Photo by Omer ABRAR / AFP)






