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"Die Beteiligung der Geschäftsführung des gastgebenden Senders ist wichtig, aber mittlerweile steht die Show im Grunde", hielt er zum Rücktritt Weißmanns vor wenigen Wochen fest. Die Phase, in der die Geschäftsführung eine große Rolle spiele, seien die ersten Monate, in denen man sich organisiere und festlege, welche Art von Eurovision man machen wolle.
Danach gefragt, wie politisch der ESC sei, meinte der 54-jährige Brite: "Wir sind eine der weltweit größten Veranstaltungen, deshalb sind wir nie vollkommen unabhängig von dem, was im Rest der Welt passiert. Aber unser Publikum ist klug genug zu verstehen, dass es einen Unterschied zwischen einem teilnehmenden öffentlich-rechtlichen Sender und der jeweiligen Regierung gibt." Der ESC könne aufzeigen, "wie die Welt sein könnte, nicht, wie sie ist".
Dass dennoch fünf Länder, darunter Spanien als einer der "Big Five", aufgrund der Teilnahme des israelischen Rundfunks KAN nicht an Bord sind, sei deren Entscheidung und diese respektiere er. "Wir hoffen, dass die fünf Sender eines Tages wieder dabei sein werden." Überhaupt habe es auch schon in der Vergangenheit Fälle gegeben, in denen Sender ein Jahr oder länger nicht teilgenommen haben. "Das hier wird irgendwann einfach Teil einer langen Geschichte sein", meinte Green.
Zwischenzeitlich stand im Raum, dass Kanada erstmals am Bewerb teilnehmen könnte. Dass es letztlich nicht so kam, erklärte Green damit, dass man nicht beim ESC dabei sein könne, ohne vollständiges EBU-Mitglied zu sein. "Kanada überlegt jetzt, die Mitgliedschaft zu beantragen - aber bis dahin gibt es über Eurovision keine Diskussion." Australien sei zwar auch kein Vollmitglied, aber habe Eurovision immer "grandios unterstützt und übertragen", ohne selbst daran teilzunehmen. Also habe man sich dazu entschlossen, Australien zum 60. Jubiläum - damals auch in Wien - erstmals einzuladen.
ESC-Direktor Martin Green am Mittwoch, 20. August 2025, anl. einer PK zur Bekanntgabe der Host City des Eurovision Songcontests im Rathaus in Wien.






