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Die Sicherheit als Herausforderung beim Wiener ESC

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Sicherheit wird auch jetzt schon großgeschrieben in der Stadthalle
©APA, GEORG HOCHMUTH, Themenbild
So viele Uniformen wie derzeit in der Wiener Stadthalle sieht man beim Eurovision Song Contest ansonsten nur bei den Backgroundtänzern mancher Teilnehmerländer: Vor wenigen Tagen hat der ORF die Wiener Stadthalle als Hauptlocation für den ESC im Mai übernommen. Am Mittwoch lud Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) nun gemeinsam mit den Veranstaltern zu einem ersten medialen Sicherheitscheck.

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Schließlich stellt sich angesichts der allgemeinen Weltlage die Sicherheitsfrage bei einem internationalen Großereignis, das im Vorfeld von einer vehement geführten Diskussion um die Teilnahme Israels begleitet wurde. Der Innenminister zeigte sich dabei zuversichtlich: "Ich bin davon überzeugt, dass wir Mitte Mai ein friedliches und vor allem sicheres Musikfest in Österreich feiern werden." Wien und Österreich hätten nicht zuletzt in Sicherheitsfragen eine langjährige Erfahrung mit Großevents.

Zugleich gebe es fraglos Unterschiede zum ESC 2015. "Wir haben nach wie vor die zweithöchste Terrorwarnstufe in Österreich", unterstrich Karner die Notwendigkeit erhöhter Sicherheitsvorkehrungen für eine Veranstaltung mit hohem Symbolcharakter, die an mehreren Orten und über mehrere Tage hinweg stattfindet. Das Bedrohungsspektrum reiche von möglichen Störaktionen über Kundgebungen bis hin zu Cyberattacken. Die sicherheitsrelevanten Vorbereitungen hätten deshalb unmittelbar nach dem Song Contest von Basel im Mai 2025 begonnen.

Auch das Finanzministerium ist dabei eingebunden, wie Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) betonte. Sämtliche Warenanlieferungen in die Veranstaltungshalle werden deshalb nicht nur von Sprengstoffsuchhunden begutachtet, sondern auch vom mobilen Team des Zolls gescannt. Überdies überprüfe die Finanzpolizei die Mitarbeiter der Security-Unternehmen.

Diese sind allerdings nicht die Einzigen, die auf Herz und Nieren gescannt werden. "Alle Kolleginnen und Kollegen, die hier täglich im Einsatz sind - angefangen vom Caterer bis zum Tontechniker - werden überprüft", skizzierte Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan die Lage. "Wir sprechen hier von ungefähr 15.000 Überprüfungen." Ein Viertel davon habe man bereits abgearbeitet. Beim Event selbst werde dann die Cobra zur Drohnenabwehr und dem Schutz der Prominenten im Einsatz sein, Polizeikräfte in Zivil und Uniform werden das Areal sichern.

"Wir sind hier nicht nur Host Broadcaster eines kleinen Musikwettbewerbs, sondern verantwortlich für eines der weltweit größten und komplexesten Medienereignisse", machte die interimistische ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher deutlich. Das bedeute eine hohe Verantwortung und mache notwendig, dass unter anderen auch die Fans des Bewerbs sich auf entsprechende Sicherheitsstandards einstellen müssen. So gelten bei den Shows eine No-Bag-Policy und Sicherheitskontrollen auf Flughafenniveau mit entsprechenden Scannern.

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