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Sie habe bereits vor vielen Monaten mit der Arbeit am Song begonnen und sich dabei überlegt, wer die Produktion noch aufwerten könnte. Angesichts der an die 80er erinnernden Club-Vibes habe sie an Boy George gedacht. "Alle haben mich für verrückt erklärt. Aber ich habe gesagt: 'Warum nicht?'", lachte sie. Da ihre Managerin "jeden" kenne, "haben wir einfach eine E-Mail geschickt und nach Wochen tatsächlich eine Antwort erhalten". Er habe gemeint, der Song sei interessant. "Und ich habe ihm erklärt, dass wir damit in der Vorausscheidung für den ESC in San Marino antreten. Er hat wohl nicht gewusst, dass wir eine gute Chance hatten, damit dann auch tatsächlich zum ESC zu fahren", schmunzelte die 46-Jährige.
In Wien wird Boy George nun leibhaftig auf der Bühne erscheinen - und nicht wie bisher über ein Video eingeblendet. "Wir bereiten schon eine sehr coole Performance vor", versicherte Senhit (bürgerlich: Senhit Zadik Zadik). Dass sie damit einen der vorderen Plätze belegen wird und die Leute den Song zu schätzen wissen, hofft Senhit. Aber: "Ich habe keine großen Erwartungen." Und das nicht ohne Grund, schließlich scheiterte San Marino - der Kleinstaat ist seit 2008 dabei - vielfach im Halbfinale. Erst viermal gelang der Sprung in die Hauptshow. Eine Top-Ten-Platzierung lässt weiter auf sich warten.
Warum sollte man heuer für sie abstimmen? "Der Song ist sehr catchy, und ich habe einen coolen Partner an meiner Seite", warb die Sängerin. Überhaupt sei die Botschaft des Songs "sehr stark und berührt hoffentlich". Und diese lautet, sich trotzt aller Narben genau so zu zeigen wie man ist und alle wissen zu lassen, dass man ein Superstar sei.
Den ESC sieht sie als "bestes Event der Welt". "Man kann sich dort frei und authentisch fühlen. Man kann machen, was man will", sinnierte sie. Und dennoch stellte sie klar, dass ihr dritter Auftritt auch der letzte sein werde. "Es ist ein riesiges Projekt, an dem man hart arbeiten muss."
(Das Gespräch führte Lukas Wodicka/APA)
(S E R V I C E - www.youtube.com/watch )






