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Drei neue Ausstellungen zum Jubiläum in Krems

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©Karikaturmuseum Krems/APA-Fotoservice/Richard Tanzer

Das Karikaturmuseum feiert sein 25-jähriges Bestehen mit Gerhard Haderer, dem Neinhorn und feministischer Satire.

Das Karikaturmuseum Krems hat anlässlich seines 25-jährigen Bestehens drei neue Ausstellungen eröffnet. Seit 18. Juli stehen Gerhard Haderers satirisches Werk, die Kinderbuchfigur Neinhorn sowie feministische Kunst von Astrid Langer und Judith Lava im Mittelpunkt.

Zum Auftakt des Jubiläumsprogramms gewährte das Museum freien Eintritt. Führungen, eine Signierstunde, ein Bilderbuchkino mit Lesung und ein spezielles Familienprogramm begleiteten die Eröffnung.

Gerhard Haderer kehrt nach Krems zurück

Zehn Jahre nach seiner letzten Einzelausstellung in Krems widmet das Museum Gerhard Haderer anlässlich seines 75. Geburtstags die bisher umfassendste Schau seines Schaffens. „Dieser Haderer“ zeigt den 1951 in Leonding geborenen Künstler als Satiriker und kritischen Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen.

Seine Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit digitaler Selbstinszenierung, politischer Heuchelei und kirchlichen Machtstrukturen. Zu sehen sind auch Originalzeichnungen aus dem kontroversen Buch „Das Leben des Jesus“, die aus dem Bestand der Landessammlungen Niederösterreich stammen.

Einen besonderen Schwerpunkt bilden Haderers fotorealistische Ölgemälde. Die Arbeiten führen durch die Jahreszeiten und werden erstmals nahezu vollständig gemeinsam präsentiert. Auch sein Engagement für künstlerischen Widerstand, etwa mit der „Schule des Ungehorsams“ und dem „Kaktus Cartoon Award“, ist Teil der Ausstellung.

Eine Erlebniswelt rund um das Neinhorn

Mit „Das Neinhorn von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn“ richtet sich das Karikaturmuseum gezielt an Familien. Die Ausstellung zeigt Texte und rund 30 Illustrationen aus den drei Büchern „Das Neinhorn“, „Das Neinhorn und der Geburtstag“ sowie „Das Neinhorn und die Schlangeweile“.

Farbige Vorzeichnungen und Schwarz-Weiß-Skizzen dokumentieren die Entstehung der im Carlsen Verlag erschienenen Kinderbuchreihe. Ergänzt wird die Schau durch eine Familientour und mehrere Mitmachstationen.

Dazu gehören ein Lesesofa, Hörbücher, eine gemeinsam gestaltbare Herzwald-Wand, ein großformatiges Spiel und der „Turm der totalen Tristesse“. Wortwitz, Kreativität und gemeinsames Entdecken stehen dabei im Vordergrund.

Feministische Satire mit Humor

Die Ausstellung „Fem*flixt! Astrid Langer und Judith Lava“ ergänzt Haderers Gesellschaftskritik um weibliche Perspektiven. Die beiden Künstlerinnen beschäftigen sich mit Rollenbildern, Klischees und gesellschaftlichen Erwartungen.

Einhornhorde, Zentaurin-Skulptur, rebellischer Dachziegel und die Kunstfigur Lili verbinden Humor, Selbstironie und feministische Satire. Die Arbeiten zeigen, wie gesellschaftliche Kritik auch ohne belehrenden Ton vermittelt werden kann.

„25 Jahre Karikaturmuseum Krems sind für uns Anlass, die Vielfalt von Karikatur und Satire zu feiern“, erklären Direktor Gottfried Gusenbauer und Kuratorin Anna Steinmair. Die drei neuen Ausstellungen sollen unterschiedliche Generationen ansprechen und neue Perspektiven auf Kunst und Humor eröffnen.

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