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Was verdächtig nach "Zu gut und authentisch für den ESC" klingt, könnte aber trotzdem mit dem ESC-Publikum "klicken". Hat doch "Alice" so manches zu bieten: Nämlich einen schön austarierten Wechsel von Strophen und Refrain, inklusive von Fusaro höchstselbst exerziertem Gitarrensolo. Ob es im zweiten Semifinale am 14. Mai tatsächlich für das "Grand Final" reicht, wird sich weisen. Einen handgemachten Kontrapunkt zur üblichen, vielfach überproduzierten ESC-Song-Menagerie könnte dem Hochamt am Samstag (16. Mai) jedenfalls gut tun.
Bisher drei Mal hat das Mutterland des Song Contest - in der Schweiz wurde die ESC-Idee geboren und auch die erste Auflage des rasch kultig gewordenen Wettbewerbes ausgetragen - den 1. Platz verbucht. Neben dem Nemo'schen Sieg vor zwei Jahren gilt vor allem der Erfolg von Céline Dion mit "Ne partez pas sans moi" im Jahr 1988 als einer der Allzeithöhepunkte in der 70-jährigen ESC-Geschichte. Der Sieg war ein wichtiger Puzzlestein auf dem Weg der kanadischen Sängerin zur Weltkarriere.
Dem 1. Platz im Jahr 1988 ging allerdings eine lange Durststrecke voraus: Nach dem Heimerfolg beim allerersten ESC anno 1956 durch Lys Assia mit "Refrain" mussten sich die Eidgenossen jahrzehntelang gedulden. Aber immerhin konnte die Schweiz als Dauergast beim Wettbewerb insgesamt auch drei Mal einen 2. und sogar vier Mal den 3. Platz einsacken.
In den Semifinals lief es in den vergangenen Jahren allerdings oft nicht nach Plan: Nur acht Finalteilnahmen bei 19 Antritten sprechen eine eindeutig durchwachsene Sprache. Übrigens: Als Parallele zu Österreich lassen sich nicht nur die bisherigen drei Siege, sondern auch die unrühmlichen acht letzten Plätze lesen.
(S E R V I C E - www.eurovision.com/stories/veronica-fusaro-releases-alice-switzerland-vienna-2026/ )
Veronica Fusaro wird die Schweiz beim Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Wien mit dem Song "Alice" vertreten.






