New York, 14.07.2026 US‑Actress Zendaya erscheint auf der Premiere von Christopher Nolan’s The Odyssey im AMC Lincoln Square Theater in New York. Auf dem Film ist sie als Athena, die griechische Göttin der Weisheit und des Krieges, zu sehen; der Film startet am 17. Juli 2026 in den Kinos.
©APA-Images, AFP, ANGELA WEISSAm 17. Dezember kommt mit „Dune: Part Three“ der vierte große Kinofilm mit Zendaya in diesem Jahr auf die Leinwand. Wie die 30-Jährige aus Oakland vom Disney-Kinderstar zu einer der gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods wurde.
Zendaya steht vor dem Abschluss eines außergewöhnlichen Kinojahres. Am 17. Dezember startet in Deutschland „Dune: Part Three“, das Finale von Denis Villeneuves Wüstenepos, in dem die US-Schauspielerin zum dritten Mal die Kriegerin Chani spielt. Der Trailer zum Film schaffte es in Österreich in die YouTube-Trends.
Es ist bereits ihr vierter großer Kinofilm in diesem Jahr. Nach dem Beziehungsdrama „The Drama“ mit Robert Pattinson spielte Zendaya im Sommer die Göttin Athena in Christopher Nolans „The Odyssey“ und kehrte in „Spider-Man: Brand New Day“ als MJ an die Seite von Tom Holland zurück. Beide Sommerfilme spielten schon in den ersten Wochen jeweils rund 900 Millionen US-Dollar ein. Im September war die 30-Jährige zudem zum dritten Mal für einen Emmy als beste Hauptdarstellerin in der Serie „Euphoria“ nominiert.
Zendaya bei der britischen Premiere von „Spider-Man: Brand New Day“ in London im Juli 2026.
© AFP, APA, JUSTIN TALLIS„Dune: Part Three“ und das Finale als Chani
„Dune: Part Three“ beruht auf Frank Herberts Roman „Der Herr des Wüstenplaneten“ (Originaltitel „Dune Messiah“) und schließt die Trilogie ab, die Villeneuve 2021 mit „Dune“ begann und 2024 mit „Dune: Part Two“ fortsetzte. Der erste Teil gewann sechs Oscars, die Fortsetzung zwei weitere. Timothée Chalamet spielt erneut Paul Atreides, der inzwischen über ein Imperium herrscht. Zendayas Chani ist die Fremen-Kriegerin, die an Pauls Seite in der Wüste gekämpft hat und mit seinem Machtanspruch hadert. Im Trailer hält sie ihm vor, er habe versprochen, niemals in seinem Namen die Macht zu ergreifen.
Neben Chalamet und Zendaya gehören Florence Pugh, Rebecca Ferguson, Javier Bardem, Jason Momoa, Anya Taylor-Joy und Robert Pattinson zur Besetzung. Warner Bros. bringt den Film in den USA am 18. Dezember in die Kinos. Karten für die Vorstellungen im IMAX-70-Millimeter-Format gingen bereits im April in den Verkauf und waren rasch vergriffen.
Ein Kinojahr mit vier großen Filmen
Den Auftakt machte im Frühjahr „The Drama“ des norwegischen Regisseurs Kristoffer Borgli. Zendaya und Robert Pattinson spielen darin ein Paar, dessen Beziehung kurz vor der Hochzeit auf die Probe gestellt wird. Ende März stellten die beiden den Film in Paris vor.
Im Juli folgten zwei Großproduktionen im Abstand von zwei Wochen. In Christopher Nolans Verfilmung von Homers Epos „The Odyssey“, die am 17. Juli startete, ist sie als Athena zu sehen, die Göttin der Weisheit und des Krieges. Matt Damon spielt Odysseus, Tom Holland dessen Sohn Telemachos. Ende Juli kam „Spider-Man: Brand New Day“ in die Kinos, der vierte Spider-Man-Film mit Holland in der Titelrolle und Zendaya als MJ.
Beide Filme wurden zu Kassenerfolgen. „Spider-Man: Brand New Day“ spielte schon am ersten Wochenende weltweit rund 927 Millionen US-Dollar ein, „The Odyssey“ kam nach drei Wochenenden auf rund 911 Millionen Dollar.
Herkunft: Ein Theaterkind aus Oakland
Zendaya Maree Stoermer Coleman kam am 1. September 1996 in Oakland, Kalifornien, zur Welt. Ihre Eltern Claire Stoermer und Kazembe Ajamu Coleman arbeiteten beide als Lehrkräfte, die Mutter unterrichtete an jener Volksschule, die auch die Tochter besuchte. Der Vorname geht auf die Sprache Shona zurück, die vor allem in Simbabwe gesprochen wird.
Einen großen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie im California Shakespeare Theater, wo ihre Mutter arbeitete. Mit elf Jahren wechselte sie an die Oakland School for the Arts, außerdem nahm sie Unterricht am American Conservatory Theater in San Francisco und stand dort in Stücken von Shakespeare auf der Bühne. Nebenbei arbeitete sie als Kindermodel für Handelsketten und tanzte in Werbespots. Ihren Schulabschluss machte sie 2015 an der Oak Park High School.
Vom Disney Channel ins Musikgeschäft
2009 setzte sie sich bei einem Casting des Disney Channel gegen rund 200 Bewerberinnen durch. In der Serie „Shake It Up“ spielte sie von 2010 bis 2013 die Tänzerin Rocky Blue, an der Seite von Bella Thorne. 2013 belegte sie als damals jüngste Teilnehmerin der US-Tanzshow „Dancing with the Stars“ den zweiten Platz. Im selben Jahr erschien ihr Debütalbum „Zendaya“, die Single „Replay“ erreichte Platz 40 der US-Charts.
Von 2015 bis 2018 übernahm sie in „K.C. Undercover“ die Titelrolle einer Schülerin, die als Geheimagentin arbeitet. Disney machte sie dabei auch zur Koproduzentin. Zendaya setzte sich dafür ein, dass die Serie eine afroamerikanische Familie in den Mittelpunkt stellt.
Spider-Man und der Sprung ins Kino
Ihr Kinodebüt gab Zendaya 2017 in „Spider-Man: Homecoming“ als Michelle, genannt MJ. Die Rolle spielte sie auch in „Far From Home“ (2019) und „No Way Home“ (2021), der weltweit fast zwei Milliarden Dollar einspielte. Ebenfalls 2017 war sie im Musicalfilm „The Greatest Showman“ als Trapezkünstlerin zu sehen und sang mit Zac Efron das Duett „Rewrite the Stars“.
2021 folgten das Schwarz-Weiß-Drama „Malcolm & Marie“, das sie auch produzierte, und der erste Teil von „Dune“. 2024 übernahm sie in Luca Guadagninos „Challengers“ die Rolle der früheren Tennisspielerin Tashi, die zwischen zwei Profis steht. Für den Film, den sie mitproduzierte, wurde sie für einen Golden Globe nominiert.
Zendaya beim Fototermin zum Film „The Drama“ in Paris im März 2026.
© BLANCA CRUZ, AFP, APA„Euphoria“ und zwei Emmys
Den Bruch mit dem Disney-Image brachte 2019 die HBO-Serie „Euphoria“. Zendaya spielt darin Rue Bennett, eine drogenabhängige Jugendliche. 2020 gewann sie dafür den Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie, mit 24 Jahren als bis dahin jüngste Preisträgerin der Kategorie. 2022 folgte der zweite Emmy, womit sie zur jüngsten zweifachen Emmy-Gewinnerin im Schauspielfach wurde. Im Jänner 2023 erhielt sie für die Rolle zudem einen Golden Globe.
Die dritte und letzte Staffel lief 2026. Sie brachte Zendaya ihre dritte Emmy-Nominierung ein, die Auszeichnung ging bei der Verleihung am 14. September in Los Angeles aber an Rhea Seehorn für die Serie „Pluribus“.
Zendaya bei der 78. Verleihung der Primetime Emmy Awards in Los Angeles im September 2026.
© IMAGO, John McCoyProduzentin und Modefigur
Zendaya produziert seit Jahren auch selbst, von „K.C. Undercover“ über „Malcolm & Marie“ bis „Challengers“. Abseits der Leinwand gilt sie als prägende Figur auf roten Teppichen. 2021 zeichnete sie der Council of Fashion Designers of America als bis dahin jüngste Preisträgerin mit dem Fashion Icon Award aus. Sie ist Markenbotschafterin unter anderem für Louis Vuitton, Bulgari und Lancôme.
Zendaya bei einem Fototermin vor der Louis-Vuitton-Schau während der Pariser Modewoche im März 2026.
© AFP, APA, JULIEN DE ROSAWas nach „Dune“ kommt
Nach „Dune: Part Three“ ist Zendaya als Sprecherin im Animationsfilm „Shrek 5“ angekündigt. Sie leiht dort Felicia, der Tochter von Shrek und Fiona, ihre Stimme. Der Film soll 2027 in die Kinos kommen.
Mit Tom Holland, ihrem Partner aus den Spider-Man-Filmen, ist Zendaya auch privat verbunden. Über ihr Privatleben spricht sie öffentlich nur selten.
Steckbrief
Name
Zendaya Maree Stoermer Coleman
Geboren
1. September 1996 in Oakland, Kalifornien (USA)
Beruf
Schauspielerin, Produzentin, Sängerin
Ausbildung
Oakland School for the Arts, American Conservatory Theater; Schulabschluss 2015 an der Oak Park High School
Bekannte Rollen
Rocky Blue („Shake It Up“), MJ („Spider-Man“-Filme), Rue Bennett („Euphoria“), Chani („Dune“-Trilogie), Tashi („Challengers“), Athena („The Odyssey“)
Auszeichnungen
zwei Primetime Emmys (2020, 2022), Golden Globe (2023), CFDA Fashion Icon Award (2021)
Musik
Album „Zendaya“ (2013), Duett „Rewrite the Stars“ mit Zac Efron (2017)
Nächster Kinostart
„Dune: Part Three“, 17. Dezember 2026 (Deutschland), 18. Dezember 2026 (USA)
