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Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island boykottierten den ESC, weil sie das Vorgehen Israels im Gazastreifen verurteilen. Auslöser des Gaza-Kriegs war ein Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel am 7. Oktober 2023.
Während Bettans Auftritt blieben in der Halle trotz Befürchtungen Störaktionen aus. Bei der Punktevergabe für seinen dreisprachigen Song "Michelle" sowie beim Public Viewing vor dem Wiener Burgtheater mischten sich jedoch lautstarke Rufe in die Kulisse.
Israel bekam erneut sehr viele Punkte vom Publikum - aus einem achten Platz bei den Jurys wurde der zweite Platz im Gesamtranking. Zeitweise schien sogar der Sieg greifbar. "Hätten wir gewonnen, hätte das den ESC gesprengt", sagte ein israelisches Delegationsmitglied dem Nachrichtenportal "ynet". "Der zweite Platz ist ein Sieg für uns."
Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, lobte Bettans zweiten Platz als "deutliches Signal an all jene, die Israel von der ESC-Bühne drängen wollten". Er sagte: "Nach massiven Boykottkampagnen, dem Rückzug mehrerer Länder und antiisraelischer Hetze rund um Israels Teilnahme haben europäische Jurys und Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer gezeigt: Israel gehört zum ESC."
Noam Bettan (Israel) im Rahmen des Finales des Eurovision Song Contest (ESC) in der Wiener Stadthalle am Samstag, 16. Mai 2026.






