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TOP 7: Die Blitzkarrieren der Gastronomie

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Restaurant-Doubek-Chef Stefan Doubek

©Christian Maislinger

Der Normalfall ist, dass junge Küchenchefs irgendwann anheuern oder ein eigenes Restaurant machen, entdeckt werden und erste, vorsichtige Bewertungen bekommen. Die sich dann im Idealfall im Laufe der Jahre bis zur Höchstbewertung steigern. Manchmal geht das alles aber auch sehr viel schneller.

1. Benny Parth, Stüva

Die ersten beiden Hauben bei Gault-Millau erhielt der 2009 als jüngster Haubenkoch ausgezeichnete Tiroler noch im gewohnten Tempo. Im Jahr 2018 ging’s dann aber so richtig los mit der Karriere von Benjamin Parth, der in vielen europäischen Top-Häusern gekocht hatte, bevor er die Leitung des elterlichen Hotel-Restaurants übernahm: Koch des Jahres bei Gault-Millau, 2019 vier Hauben, 2022 fünf Hauben, 2025 zwei Michelin-Sterne.

2. Tanglberg

Das Restaurant Tanglberg war schon in den 80er-Jahren eine gute Adresse, 1998 aber übernahm es Carlo Wolf, charismatischer Rheinländer und Gründer des Gourmet-Lieferdiensts Rungis Express. Die Idee: ein einfaches Gasthaus, um die weniger edlen Teile seiner Gourmet-Landwirtschaft „LandArt“ zu verwerten.

Dann überlegte er sich’s aber anders und kreierte mit Küchenchef Adi Nairz eine austro-französische Gourmet-Küchen­linie. Einstieg bei Gault-Millau mit drei Hauben (von damals vier). Nach zwei Jahren, unmittelbar vor Erreichen der vierten Haube, wurde das Projekt aufgegeben. Auch heute isst man im Tanglberg noch großartig.

3. Stefan Doubek

Nachdem der junge Stefan Doubek, der davor vier Jahre bei Konstantin Filippou gearbeitet und ein paar Stationen in europäischen Top-Häusern absolviert hatte, 2020 in der kleinen Umar Fischbar für großes Aufsehen sorgte (drei Hauben!), ging er daran, sein eigenes Projekt umzusetzen: Im Herbst 2023 starteten er und seine Frau das „Doubek“: vier Hauben und zwei Sterne gleich nach einem Jahr.

4. Vitus Winkler, Kräuterreich

Im Jahr 2012 übernahm Vitus Winkler das elterliche Hotel mit dem davor schon mit zwei Hauben ausgezeichneten Restaurant. Winkler „modernisierte“ und vor allem individualisierte die Linie, bekam 2019 vier Hauben. Sensationell vor allem aber sein Einstieg in der Michelin-Bewertung: 2025 zwei Sterne auf Anhieb.

5. Theresia Palmetshofer, Zur Palme

2016 kehrte Theresia Palmetshofer nach Jahren als Sous-Chefin bei Konstantin Filippou und Stationen in Top-Häusern wie dem Arzak in ihren Heimatort zurück, um das Café ihrer Mutter zu übernehmen. Die Ambitionen waren hoch, Pizza gab’s aber auch. Das wurde von Gault-Millau sogleich mit zwei Hauben gekürt, 2021 gab’s drei, 2026 vier.

6. Lukas Nagl, Bootshaus

Lukas Nagl ist ein ganz besonderer Fall. Nach Jahren im Steirereck und in diversen Spitzenrestaurants plante Nagl ein Hotel in Sansibar. Klappte nicht, er heuerte 2011 im Hotel Traunsee an, kreierte hier eine völlig neue Süßwasserfisch-Küche, bekam gleich darauf zwei Hauben, 2017 vier, dazu einen Stern.

7. David Senfter, Ansitz 12

Und noch ein sehr aktueller Fall von Blitzkarriere: Gerade noch war der junge David Senfter Südtiroler Newcomer des Jahres, stieg mit seinem Hebbo Wine & Deli mit vier Hauben ein. Anfang des Vorjahres eröffnete er dann sein Restaurant in Lienz, auch hier: sofort vier Hauben und ein Stern nach nur drei Monaten.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 17/2026 erschienen.

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