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Was Radfahrer bei Glatteis beachten müssen

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++ ARCHIVBILD ++ Für Fahrräder gibt es auch Winterreifen
©APA, dpa-tmn, Julian Stratenschulte
Fußgänger haben den Pinguin-Gang drauf oder können Spikes unter die Schuhe ziehen. Aber was, wenn man auf zwei Rädern auf die Straße - oder besser: aufs Eis - will?

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Auch für Fahrräder gibt es Winterreifen. Deren Profil hilft bei Schnee und Matsch, bei Glatteis aber nicht maßgeblich. Besser: Reifen mit Spikes, also kleinen Metallstiften. Wer keine hat, kann den Reifendruck etwas reduzieren, um die Auflagefläche zu vergrößern, so Expertinnen und Experten. Dabei jedoch nicht den Minimal-Druck unterschreiten.

Tipp der Zweiradexperten: Wenn man nur eine kurze Strecke fahren will, den Sattel etwas nach unten stellen, damit man leichter mit den Füßen an den Boden kommt, um sich abzufangen, falls man ins Schlingern gerät.

Wie für alle Verkehrsteilnehmer gilt bei Glätte auch auf dem Rad: Tempo reduzieren und Abstand halten - und in Kurven weder treten noch bremsen. Lässt sich das Bremsen nicht vermeiden, muss es laut Expertinnen und Experten "früh und maßvoll" geschehen.

Und auch mit Bedacht: So sollte man eher die Hinterradbremse benutzen, denn wenn man das Vorderrad blockiert, sei ein Sturz kaum vermeidbar. Auf Glatteis sollte man möglichst nicht lenken und lieber ohne zu bremsen ausrollen.

Die Straße frei, die Gehsteige immerhin gestreut - doch der Radweg dazwischen ist eine Eisbahn? Gefährlich. Expertinnen und Experten weisen darauf hin, dass Radfahrende immer auf der Straße fahren dürfen, es sei denn, ein vorhandener Radweg ist durch das blaue Verkehrszeichen als benutzungspflichtig gekennzeichnet. Die Benutzungspflicht dafür entfällt aber, wenn der Radweg nicht geräumt ist. Dann weicht man mit dem Rad auf die geräumte Straße aus.

Dabei Vorsicht walten lassen und auf Hindernisse wie Längsrillen - etwa Straßenbahngleise - oder Längskanten zwischen Rad- und Fußweg achten. Die Expertinnen und Experten weisen außerdem darauf hin, dass es auf Brücken "oft eisiger als davor und danach" ist - hier also besonders langsam fahren.

Mit dem Pedelec oder dem E-Bike ist man in der Regel schneller - und gerade das kann bei Glätte zur Gefahr werden. Daher sollte man hier beim Start die geringste Unterstützungsstufe wählen, da das Hinterrad sonst durch die schnelle Beschleunigung die Haftung verlieren und wegrutschen kann.

Außerdem machen Expertinnen und Experten auf die zeitverzögerte Reaktion vieler Pedelec-Antriebe auf die Pedalbewegungen aufmerksam, die Fahrende besonders bei rutschigen Verhältnissen beachten sollten.

ARCHIV - Mit der richtigen Vorbereitung und angepasstem Fahrverhalten rollen Radfahrer auch bei Glätte gut durch den Winter. (zu dpa: «Glatteis: Was Radfahrer jetzt beachten müssen») Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

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