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Tom Kaulitz betroffen: Woran erkennt man Clusterkopfschmerz?

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Die Dauer einer Cluster-Attacke liegt bei 15 Minuten bis 3 Stunden
©APA, Christin Klose, dpa-tmn
"Ich habe wirklich so für eineinhalb Stunden gedacht, ich würde mir am liebsten den Kopf abhacken." Mit diesen Worten beschreibt Musiker Tom Kaulitz im Podcast "Kaulitz Hills - Senf aus Hollywood" eine Clusterkopfschmerz-Attacke, die er vor kurzem durchgemacht hat. Clusterkopfschmerz hat eine große Wucht. Manche Betroffene sagen sogar: Es fühlt sich an, als würde einem jemand einen Nagel ins Auge rammen.

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Im Vergleich zu Migräne kommt Clusterkopfschmerz deutlich seltener vor: Nach Angaben der Deutschen Hirnstiftung ist einer von 1.000 Menschen betroffen, Männer dabei etwa dreimal so häufig wie Frauen. Drei Fragen und Antworten zu der Erkrankung.

Bohrend, stechend, brennend: So beschreiben Expertinnen und Experten den Schmerz. Er tritt dabei im Bereich von Auge und Schläfe auf, wobei immer nur eine Seite des Gesichts betroffen ist.

Häufige Begleitsymptome sind laut der Deutschen Hirnstiftung:

- ein gerötetes und tränendes Auge

- eine verstopfte Nase

- eine Schwellung des Augenlids

- vermehrtes Schwitzen auf der betroffenen Gesichtshälfte

Clusterkopfschmerz tritt in Episoden auf, die einige Tage bis Wochen andauern können. In dieser Zeit erleben Betroffene regelmäßig Schmerzattacken - bis zu mehrmals am Tag. Oft setzen sie dabei stets zur selben Uhrzeit ein. Nach 15 Minuten bis 3 Stunden ist der Spuk in aller Regel wieder vorbei.

Ist die Clusterepisode abgeklungen, haben Betroffene eine Zeit lang keine Beschwerden. Manchmal liegen zwischen zwei Episoden sogar Jahre.

Die genaue Ursache ist der Deutschen Hirnstiftung zufolge nicht vollständig geklärt. Es gibt Hinweise darauf, dass die Erkrankung womöglich auf eine Fehlfunktion des Hypothalamus zurückgeht, der den Tag-Nacht-Rhythmus im Gehirn reguliert. Auch Durchblutungsveränderungen könnten eine Rolle spielen.

Steckt ein Patient oder eine Patientin einer Clusterepisode, können bestimmte Auslöser, sogenannte Trigger, zu einer Schmerzattacke führen. Ein Beispiel ist Alkohol. Auf ihn sollten Betroffene während einer Episode daher besser verzichten.

Einfach eine Ibuprofen-Tablette einwerfen - und dann wird es besser? Diese Strategie geht bei Clusterkopfschmerz nicht auf. Hier ist ärztlicher Rat gefragt.

Was vielen Betroffenen während einer Schmerzattacke hilft: reinen Sauerstoff über eine Atemmaske einatmen. Zudem können zwei Migränemittel, Sumatriptan und Zolmitriptan, den Schmerz lindern.

Sumatriptan wird dabei, laut Expertinnen und Experten mit einem Pen unter die Haut gespritzt. Das sollte direkt nach Beginn einer Schmerzattacke passieren. Zolmitriptan hingegen kommt als Nasenspray zum Einsatz, wobei es am besten in das Nasenloch der nicht schmerzenden Seite gesprüht wird.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose

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