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Der Grund: Durch die Einnahme von Biotin können Labortests verfälscht werden, was im schlechtesten Fall zu falschen oder verzögerten Diagnosen führen kann.
Das betrifft insbesondere Untersuchungen von Schilddrüsenhormonen, Sexualhormonen und Herz-Kreislauf-Markern wie Troponin, das Aufschluss darüber geben kann, ob ein Herzinfarkt stattgefunden hat.
Vereinfacht gesagt ist das Problem: Einzelne Labortests machen sich die Wechselwirkung von Biotin und einem bestimmten Protein zunutze, um Erkenntnisse über die Menge bestimmter Moleküle zu gewinnen. Ist eine größere Menge freien Biotins in der Probe, kann das Testergebnis verfälscht werden, so Expertinnen und Experten.
Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin werden oft als "Schönheitspillen" vermarktet, sie versprechen ein gesundes Wachstum von Haaren, Haut und Nägeln. Die Verbraucherschützer schreiben allerdings: "Die Studienlage zu Haut- und Haargesundheit ist schwach und die Bedingungen sind teils fragwürdig." Die festigende Eigenschaft bei Nägeln bleibe wissenschaftlich unbelegt.
ILLUSTRATION - Biotin kann Laborergebnisse beeinflussen – mit möglichen Folgen für die Diagnose. (zu dpa: «Nahrungsergänzung: Biotin kann Blutwerte verfälschen») Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++





