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Ob nun eine Elternzeit, eine längere Krankheit, Arbeitslosigkeit oder eine Auszeit der Grund für die Pause war: Dass der Wiedereinstieg in den Beruf eine große Umstellung ist, ist normal. Neben Vorfreude können sich auch andere Gefühle zeigen. Etwa Nervosität, Selbstzweifel oder die Sorge, dass man den beruflichen Anforderungen nicht gewachsen ist.
Ein häufiger Denkfehler beim Wiedereinstieg sei die Erwartung, dass man am ersten Tag sofort bei 100 Prozent starten müsse. Viele Rückkehrer muten sich zu Beginn zu viel zu und überfordern sich schnell, so Alex Dugnist. Auch die Vorstellung, sofort wieder fehlerfrei funktionieren zu müssen, baue schon vor dem Start immense Barrieren auf und erzeuge Stress. Stattdessen sollte man lieber Druck herausnehmen.
Während einer längeren Abwesenheit können sich auch gewohnte Abläufe sowie das soziale Gefüge verändern - weil neue Prozesse eingeführt wurden oder ein Team umstrukturiert wurde, oder weil vertraute Ansprechpartner die Firma verlassen haben. Dies könne ein Gefühl der Entfremdung erzeugen, so der Facharzt. Die alte Rolle passe dann plötzlich nicht mehr. Die Folge: Was früher intuitiv funktionierte, erfordert plötzlich bewusste Anstrengung.
Der Schlüssel, damit der Neubeginn trotzdem gelassen gelingt, liegt in einer guten Vorbereitung. So rät Alex Dugnist, dass man schon einige Tage vor dem Start den Tagesrhythmus an die künftigen Arbeitszeiten anpasst, damit sich der Körper daran gewöhnen kann.
Auch ein kurzes, informelles Telefonat mit Kollegen oder Vorgesetzten einige Tage vorher kann hilfreich sein. So lassen sich erste Fragen klären. Dies könne die Ungewissheit nehmen und eine Brücke bauen, so der Experte.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose
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