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Die Soziologin Marie-Kristin Döbler sieht digitale Kommunikation nicht nur als Problem, sondern auch als Chance an. Entscheidend ist ihr zufolge, wie man sie verwendet und ob Menschen bei einer schnellen Reaktion blieben oder echtes Interesse zeigen. Wer lediglich mit Herzchen, Daumen hoch oder lachendem Gesicht auf einen Post oder Status reagiert, kann nicht erwarten, dass sich so automatisch ein persönliches Gespräch entwickelt. "Natürlich fällt man als Person weg, wenn man nur eines von vielen Smileys ist, das man hinterlässt. Weil es dann eben völlig egal ist, von wem es kommt und man austauschbar wird", sagt Döbler.
Wer echtes Interesse zeigen will, kann auf eine Statusmeldung oder einen Post in den sozialen Netzwerken auch mit einer persönlichen Nachfrage reagieren. So könne irgendwann ein Gespräch und vielleicht eine echte Begegnung entstehen.
"Es geht grundsätzlich immer um das Wie der Kommunikation, egal in welcher Form oder mittels welchen Mediums", sagt die Soziologin. Ihrer Ansicht nach lautet der wichtigste Rat für echten Austausch - egal ob on- oder offline: "Lass dich wirklich auf das Gegenüber ein und zeige Interesse!"
AUGSBURG - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Karl-J. Hildenbrand/Karl-Josef Hildenbrand
