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Das kommt gar nicht so selten vor, wird in der Augenarztpraxis aber längst nicht immer richtig erkannt, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Die Fachgesellschaft verweist auf Studien, die zeigen, dass ein Milbenbefall oft mit einem trockenen Auge, allergischen Reizungen oder der Hauterkrankung Rosazea verwechselt wird. Tückisch daran: Mit der Fehldiagnose wird der Befall nicht richtig behandelt - die Beschwerden bleiben.
Was deutet auf einen Milbenbefall am Auge hin? Die DOG nennt als typische Beschwerden:
Um die Diagnose zu sichern, können Augenärztinnen und Ärzte einzelne Wimpern entnehmen und unter dem Mikroskop auf Milben hin untersuchen.
Die gute Nachricht: Ein Milbenbefall am Auge lässt sich gut behandeln. Zum Einsatz kommen Präparate mit Teebaumöl, die täglich angewendet werden. Sie gibt es ohne Rezept in der Apotheke als Schaum oder Gel zu kaufen. Die Mittel trägt man auf ein Tuch oder ein Wattestäbchen auf und fährt damit vorsichtig am Lidrand bzw. am Wimpernansatz entlang. "Dabei die schuppigen Ablagerungen entfernen und den Wirkstoff nicht abspülen", erklärt Augenärztin Jacobi das richtige Vorgehen. Achtung: Reines, unverdünntes Teebaumöl sollte man nicht verwenden - es drohen üble Augenreizungen.
Nach der Behandlung mit dem Teebaumöl-Präparat kann man den Lidrand sanft mit einem Wattetupfer oder sauberen Fingern massieren, rät die DOG. Vier bis sechs Wochen lang sollte man das Prozedere täglich durchziehen, "um den Lebenszyklus der Milben lückenlos abzudecken", so Augenärztin Jacobi.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Andrea Warnecke/Andrea Warnecke
