von
Die Psychologin rät dazu, sich in Selbstliebe zu üben. Was für viele erst einmal ichbezogen klingt, beschreibt Stahl zufolge lediglich eine innere Beziehung zu sich selbst. Selbstliebe sei eine Haltung, mit der man sich begegnet - gerade, wenn man Fehler macht, unsicher ist oder sich überfordert fühlt. Diese Haltung ist erlernbar, dafür braucht es aber "viele kleine, wiederholte Akte von Selbstbeistand im Alltag", wie die Psychotherapeutin erklärt.
Dazu eignen sich ganz praktische Übungen. Zum Beispiel eine zur "liebevollen inneren Führung", bei der es darum geht, in herausfordernden Momenten bewusst eine innere Stimme zu aktivieren, die einen "hält statt antreibt". Dazu kann man sich in eine Situation zurückversetzen, in der man sich selbst kritisiert hat. Etwa, weil man seine Vorsätze für das neue Jahr verfehlt hat.
Im zweiten Schritt kann sich nun eine Person vorstellen, die einen kennt und einem beisteht. Hierbei überlegt man sich: Welche Worte würde diese Person wählen, wenn sie einen trösten und stärken wollte? Genau diese Worte kann man übernehmen und sich selbst innerlich zusprechen.
Die Psychologin betont auch, dass der Weg zu mehr Selbstliebe auch von Rückschritten geprägt ist. Sie seien Teil des Lernprozesses und sollten nicht als Scheitern verstanden werden.
ILLUSTRATION - Veränderung braucht innere Motivation - und Selbstliebe ist ein Schritt dahin. (zu dpa: «Mit kleinen Übungen zu mehr Selbstliebe im Alltag») Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++





