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Sie ist in der Regel zwar nur klein und oberflächlich. Anders sieht es allerdings aus, wenn eine Flamme die Haut verbrennt. Dann wird die Verbrennung großflächiger - besonders wenn Brandbeschleuniger eingesetzt werden, um das Feuer anzufachen. Auch spritzendes Fett kann größere Verletzungen auf der Haut verursachen.
Passiert etwas, sollte man zunächst die Gefahrenquelle aus dem Weg schaffen, so Christoph Hirche, Facharzt für Plastische Chirurgie, Hand- und Rekonstruktive Mikrochirurgie. Also den brennenden Grill löschen - mit Wasser oder indem man ihn abdeckt.
Dafür tut es zur Not die Picknickdecke. Eine zusammengefaltete Löschdecke findet zwischen Grillgut, Tellern und Getränken auch gut Platz. Außerdem ist es ratsam, eine Wasserflasche griffbereit zu haben.
Kleinere Verbrennung sollten man kurzzeitig kühlen, rät Hirche. Kaltes Wasser hilft, die Schmerzen zu lindern. Bei großflächigen Verbrennungen kann eine Kühlung allerdings zum Auskühlen des ganzen Körpers führen.
Schritt zwei ist die Desinfektion der Wunde. Schritt drei ein steriler Verband mit einer nicht haftenden Wundauflage, einer Kompresse und einem elastischen Wickel. Das schützt die Wunde vor Bakterien und reduziert Schmerzen.
Wenn die Verbrennung größer ist oder nach ein paar Tagen nicht abheilt, sollte man zum Hausarzt oder in eine Spezialklinik. Gefährlich wird es, wenn mehr als 15 Prozent der Körperoberfläche betroffen sind. Behandlungsbedarf besteht auch, wenn die Verbrennung besonders tief ist oder besondere Körperstellen betrifft wie etwa Genitalien oder die Augen, so der Mediziner.
Verzichten auf den Grillspaß muss man aber nicht: "Grillen mit Sicherheitsbewusstsein kann man auch als Mediziner vertreten", sagt Hirche, der selbst gern grillt. Seine wichtigsten Ratschläge:
- Keine Brandbeschleuniger nutzen
- Gasgrills regelmäßig warten
- Abstand halten - das gilt besonders für Kinder
- Alkohol nur in Maßen
- Nie in geschlossenen Räumen grillen
GOLSSEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Monique Wüstenhagen/Monique Wüstenhagen






