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"Der Konsum von E-Zigaretten hat weltweit rasant zugenommen, doch die Folgen für die Stoffwechselgesundheit, insbesondere für den Blutzuckerspiegel, sind weiterhin unzureichend erforscht", stellten Yusuff A'debayo Adebisi von der Universität Glasgow und seine Co-Autoren in "Internal and Emergency Medicine" fest. Zu ihnen gehörte auch der Grazer Sportphysiologe Othmar Moser.
Die Wissenschafter werteten die Daten aus den vorhandenen wissenschaftlichen Publikationen aus. Dabei kamen sie auf Informationen von insgesamt 2,8 Millionen Menschen. Die Hauptergebnisse: Verwendeten Personen ausschließlich E-Zigaretten stieg das Risiko für Prädiabetes im Vergleich zu Nichtanwendern um 34 Prozent. Kombinierter Zigaretten- und E-Zigarettenkonsum erhöhte die Wahrscheinlichkeit für die Vorstufe einer Zuckerkrankheit um 26 Prozent. Auch wenn die Probanden die E-Zigaretten beiseite gelegt hatten, blieb ein um 13 Prozent erhöhtes Risiko übrig.
Interessanterweise war nur bei den Benutzern von herkömmlichen Zigaretten und E-Zigaretten das Diabetesrisiko statistisch signifikant höher (plus 23 Prozent). Sonst zeigen sich keine signifikanten Unterschiede. Auch bei der sogenannten Insulinresistenz - das geringere Ansprechen auf die körpereigene Insulinproduktion und wichtiger Bestandteil von Prädiabetes - hatten die Benutzer von E-Zigaretten ein schlechteres Abschneiden zu verzeichnen (plus 37 Prozent).
Laut den Wissenschaftern sollten groß angelegte Studien über längere Beobachtungszeiten erfolgen, um die Fragen eines spezifischen Zusammenhangs zwischen E-Zigaretten und Diabetes besser zu klären. Erst dann könnte man genauere Aussagen treffen. Unter Prädiabetes versteht man verschiedene Vorstadien der Zuckerkrankheit mit zum Beispiel erhöhtem Nüchtern- und Langzeitblutzuckerspiegel, Insulinresistenz etc. Diese Vorstufe kann schon jahrelang vor dem vollen Ausbruch einer Zuckerkrankheit bestehen und bereits zu Komplikationen führen.
