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Im Wesentlichen gibt es dabei zwei Arten von Mitteln:
Die Hormonpräparate bewerten Expertinnen und Experten als "geeignet". "Das liegt daran, dass wir sehr gute Nutzennachweise aus hochwertigen Studien haben", sagt Gesundheitsexpertin Bettina Sauer. Demnach können sie gut bei Symptomen wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen helfen.
Und was ist mit den pflanzlichen Mitteln? Sie wirken schwächer und sind daher nur mit Einschränkungen geeignet. Das soll nicht heißen, dass betroffene Frauen es mit den Mitteln nicht versuchen können, "es kann aber sein, dass das bei starken Beschwerden nicht reicht", sagt Sauer.
Dazu kommt: Es gibt im Vergleich zu den Hormonpräparaten weniger Erkenntnisse darüber, wie die pflanzlichen Mittel langfristig im Körper wirken. "Darum sagt man: auf eigene Faust nur ein paar Monate einsetzen", so Sauer. Und auch wenn sie frei verkäuflich sind, gilt: lieber Rücksprache mit Ärztin und Arzt halten.
Ohne Risiken sind auch die Hormonpräparate aber nicht: Die Anwendung kann das Risiko für Thrombosen und langfristig auch für Brustkrebs erhöhen. Daher ist eine möglichst geringe Dosierung wichtig. Immerhin: Gelangen die Hormone über die Haut - also durch Pflaster, Gel oder Sprays - in den Körper, fällt das Thromboserisiko geringer aus bei der Einnahme von Tabletten.
Jeder Körper, jede Menopause ist anders: Gefragt sind also Maßnahmen, die individuell passen. "Man muss also mit der Ärztin gut überlegen: Wie hoch ist der eigene Leidensdruck? Was gibt es an individuellen Geschichten wie Vorerkrankungen? Und dann trifft man gemeinsam die Entscheidung für Hormone oder möglicherweise doch auch eine andere Therapie", sagt Sauer.
Fällt die Entscheidung auf eine Hormontherapie, sollte die Dosis jährlich - in Rücksprache mit Arzt oder Ärztin - reduziert werden. Laut Expertinnen und Experten sollte eine Hormonbehandlung maximal fünf Jahre lang durchgeführt werden.
ILLUSTRATION - Hormonpräparate und pflanzliche Mittel sollen Frauen die typischen Beschwerden der Wechseljahre nehmen. (zu dpa: «Mittel bei Menopause-Beschwerden: Pflanzlich wirkt schwächer») Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++






