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Freunde und Angehörige sollten vor allem darauf achten, Verständnis für die Antriebslosigkeit von Erkrankten zu vermitteln. "Zeit nehmen, mit den Betroffenen zu reden, in aller Ruhe, ohne Vorwürfe, zuhören und validieren", sagt Prof. Ulrich Voderholzer. Statt vorschneller Ratschläge, sollten Angehörige bewusst darauf achten, anzuerkennen, dass die Situation jetzt so ist, wie sie ist.
"Für Menschen, die ein psychisches Problem haben, ist es schlimm, wenn andere das nicht wahrnehmen oder akzeptieren wollen oder gar Sätze sagen wie 'Jetzt reiß dich doch einfach mal zusammen'", so der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Hilfreicher als alle möglichen Ratschläge sei oft ein simpler Vorschlag, wie "Lass uns mal einen Spaziergang zusammen machen."
Gleichzeitig sei es wichtig, Hoffnung zu signalisieren nach dem Motto: Es gibt immer Wege aus der Depression. Auch die Ermutigung, eine Therapie oder Therapieangebote wahrzunehmen, kann dem Facharzt zufolge wichtig sein. "Eine der schlimmsten Rückmeldungen, die man depressiven Menschen geben kann, ist, Hoffnung zu zerstören." Sich bei depressiven Episoden Hilfe zu suchen, sei ein Zeichen von Stärke, sagt Voderholzer.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose






