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Bei Diabetes: Darum aufs Barfußgehen besser verzichten

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++ ARCHIVBILD ++ Freiluft für die Füße - aber bei Diabetes mit Vorsicht
Im Freibad, am Strand, im Garten: im Sommer bietet es sich vielerorts an, barfuß zu gehen. An warmen Tagen ist das oft angenehmer als die Füße in Schuhen zu verpacken. Wer an Diabetes mellitus erkrankt ist, sollte allerdings auch im Sommer davon absehen, barfuß zu laufen. Darauf weisen Experten für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin hin.

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Zwei Umstände machen das Barfußgehen für Diabetikerinnen und Diabetiker potenziell gefährlich. Zum einen entwickelt ungefähr die Hälfte der Menschen mit Diabetes eine diabetische Neuropathie: Schmerzen an den Füßen nehmen sie dann nur noch vermindert oder gar nicht mehr wahr.

Stehen Betroffene zu lang auf heißem Untergrund, etwa Asphalt, Steinplatten oder Sand, oder treten in Muscheln, Dornen, Glassplitter oder Steinchen, merken sie es unter Umständen also nicht direkt - und reagieren zu spät auf Verletzungen.

Zum anderen haben an Diabetes Erkrankte ein höheres Risiko für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit. Das ist eine Durchblutungsstörung, die die Wundheilung beeinträchtigt.

"Treffen Nervenschädigung und Durchblutungsstörung aufeinander, kann sich am Fuß aus einer kleinen Verletzung schnell eine chronische Wunde entwickeln, ein Ulkus", erklärt der Gefäßchirurg Farzin Adili. Diese Komplikation, manchmal auch diabetischer Fuß genannt, kann sogar lebensbedrohlich sein: 30 Prozent der Betroffenen mit einem diabetischen Fußulkus sterben innerhalb von fünf Jahren.

Auch im Sommer, selbst am Strand, im Freibad oder im eigenen Garten, sollten Diabetikerinnen und Diabetiker daher stets Schuhe tragen, um ihre Füße zu schützen. "Nur geeignetes Schuhwerk mit fester Sohle und genügend Platz, aus weichem Material und ohne Innennähte schützt ausreichend vor mechanischen Verletzungen, Fremdkörpern und Hitzeschäden", so sagt Adili. Socken oder dünnsohlige Hausschuhe reichten nicht aus.

Daneben ist es ratsam, die Füße täglich zu kontrollieren. "Rötungen, Blasen, Druckstellen, Einrisse oder Schwellungen, Geruch und Sekrete sollten immer ernst genommen und rasch ärztlich abgeklärt werden", empfiehlt der Experte. Bei schlecht heilenden Wunden sollten Betroffene außerdem überprüfen lassen, ob eine Durchblutungsstörung besteht. Eine frühzeitige Diagnostik verbessere die Heilungschancen deutlich.

DRESDEN - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 21.3.2025) - FOTO: APA/APA/dpa/gms/Sebastian Kahnert/Sebastian Kahnert

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