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Bei 1.300 Medikamenten gibt es Probleme mit dem Nachschub

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++ ARCHIVBILD ++ Wiener Ärztekammer bemängelt auch das Fehlen von Gürtelrose-Impfstoff
©APA, dpa, Daniel Reinhardt
Derzeit gibt es bei 1.300 Medikamenten Probleme mit dem Nachschub. Das berichtete der Arzneimittel-Vollgroßhändler Phago am Montag in einer Aussendung. So gebe es bei Diabetesmedikamenten Lieferschwierigkeiten sowie Einschränkungen durch wochenweise Kontingentierungen vieler Hersteller. Auch antibiotische Augentropfen "weisen nach wie vor zahlreiche Ausfälle auf", hieß es. Die Wiener Ärztekammer bemängelt zudem in einer eigenen Aussendung das Fehlen des Gürtelrose-Impfstoffs.

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Die Lage bei Psychopharmaka bleibe "unter Beobachtung", teilte Phago mit. Dagegen seien erfreulicherweise beim Wirkstoff Bupropion, der zur Behandlung von Depressionen und zur Raucherentwöhnung verschrieben wird, aktuell alle Stärken beim Vollgroßhandel auf Lager. "Die Arzneimittelversorgung wird maßgeblich auf Vollgroßhandelsebene sichtbar. Unsere Aufgabe ist es, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und faktenbasiert zu handeln", erläuterte Phago-Vorstand Bernd Grabner.

Seit 1. November 2025 ist die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) für Personen ab 60 Jahren und weitere Risikogruppen kostenlos. Doch der Impfstoff "ist erneut nicht verfügbar", betonte die Wiener Ärztekammer. "Die kostenlose Impfung gegen Herpes Zoster klingt schön und ist sinnvoll, aber in der Praxis hält das Versprechen nicht", kritisierte Kammer-Vizepräsidentin Naghme Kamaleyan-Schmied. Aus dem Gesundheitsministerium heiße es lediglich, dass "im Laufe des ersten Halbjahres 2026 eine große Menge" wieder verfügbar sein soll.

Besonders problematisch sei, dass die Impfung gegen Herpes Zoster zwei Dosen im Abstand von zwei bis sechs Monaten erfordert. "Viele Patientinnen und Patienten haben bisher nur die erste Teilimpfung erhalten. Ob die zweite Dosis rechtzeitig verfügbar sein wird, ist ungewiss", erläuterte Kamaleyan-Schmied.

In Österreich treten jährlich rund 30.000 bis 40.000 Fälle von Gürtelrose auf, informierte die Ärztekammer. Etwa jede dritte Person erkrankt im Lauf ihres Lebens daran. Die Erkrankung äußert sich durch einen einseitigen, schmerzhaften Hautausschlag mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen und kann in schweren Fällen Augen, Ohren oder Gesicht betreffen - mit möglichen Folgen wie Seh- oder Hörstörungen sowie Gesichtslähmungen. Deshalb sei es so wichtig, Personen ab 60 und Risikopatientinnen und -patienten zu impfen.

HAMBURG - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 29.4.2015) - FOTO: APA/APA/dpa/Daniel Reinhardt

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