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Dabei ist es wichtig, die Abhängigkeit anzuerkennen, um einen Weg aus der Sucht herauszufinden. "Der erste Schritt ist, sich einzugestehen, dass man süchtig ist", sagt Vuthaj.
Es gibt klare Zeichen, wann eine Abhängigkeit vorliegt – wenn mindestens drei der folgenden sechs Kriterien im letzten Jahr gleichzeitig erfüllt waren:
Man muss also weder harten Alkohol trinken, noch jeden Tag trinken, damit eine Alkoholsucht vorliegt. Entscheidend ist eher, was passiert, wenn der Körper Alkohol bekommt oder eben nicht bekommt.
Eine Sucht zu überwinden, sei auch keine Frage der Disziplin, so Bajram Vuthaj. Vielmehr erfordert dies professionelle Hilfe. Psychosomatische Fachkliniken bieten Vuthaj zufolge spezialisierte Programme an, die Betroffenen helfen, die Ursachen hinter der Sucht zu verstehen und neue Bewältigungsstrategien zu finden.
Bei Sucht können zudem Gespräche in Selbsthilfegruppen helfen. Der Fokus kann auf unterschiedlichen Zielgruppen liegen – etwa auf Angehörigen, Betroffenen, Jugendlichen oder nur auf Frauen oder Männern – und so auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besser eingehen.
Adressen in der Nähe findet man bei den Sucht-Selbsthilfeverbänden – hier eine kleine Auswahl:
- Anonyme Alkoholiker (AA): Über 150 wöchentliche Treffen (Meetings) in ganz Österreich. Die Teilnahme ist freiwillig und anonym. Telefon-Helpline: 01/799 55 99 (täglich erreichbar), Website: Anonyme Alkoholiker Österreich
- Al-Anon & Alateen: Selbsthilfegruppen speziell für Angehörige und jugendliche Familienmitglieder von Alkoholkranken. Website: Al-Anon Österreich
- Blaues Kreuz Österreich: Begleitung und Beratung für Betroffene und Angehörige auf dem Weg aus der Sucht.Website: Blaues Kreuz Österreich
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Alexander Heinl/Alexander Heinl
