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Pauschalreisende bei Flugausfällen häufig besser abgesichert

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Europas Luftfahrt bereitet sich auf Kerosin-Engpässe vor
©APA, ROBERT JAEGER, Themenbild
Angesichts möglicher Flugausfälle aufgrund eines Kerosinmangels rät die Interessenvertretung der Reisebüros in der Wirtschaftskammer Wien, Pauschalreisen abzuschließen. Bei einer Pauschalreise haben Betroffene von Flugstornos durch die Airline mehr Absicherung als Individualreisende: "Kommt der Urlaub nicht zustande, weil es die Flüge nicht gibt und der Veranstalter keinen Alternativflug anbieten kann, bekommt man sein Geld zurück", sagt Branchensprecher Gregor Kadanka.

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Anders sehe es aus, wenn der Urlaub nicht als Pauschalreise, sondern einzelne Reisebestandteile direkt gebucht wurden, weil die EU-Pauschalreiserichtlinie in diesem Fall nicht greife. Zwar muss die Fluglinie den Flug erstatten, bei den Hotelkosten ist man allerdings auf die Kulanz des Hotelbetreibers angewiesen. "Denn das Hotel in Griechenland, Spanien oder wo man auch hinfliegen wollte, hat ja offen und hält das Zimmer bereit", erklärt Kadanka.

Die aufgrund des Iran-Kriegs stark gestiegenen Kerosinpreise und knappe Kerosin-Versorgungslage belasten die Flugbranche weltweit. Der Flughafen Wien sei allerdings mit der nahen OMV-Raffinerie in Schwechat gut aufgestellt, zudem gebe es Back-up-Pläne, versicherte AUA-Chefin Anette Mann erst kürzlich. Über die Sommermonate sei bei der Treibstoffversorgung am Flughafen Wien-Schwechat laut aktuellem Stand mit "keinen Einschränkungen" zu rechnen. Die Reisenden müssen sich aber auf höhere Ticketpreise einstellen.

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