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Gewerkschaft kritisiert WKW-Chefin wegen Sonntagsöffnung

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Forderungen nach einer Sonntagsöffnung sorgen erneut für Debatten
©HELENA ECKEL, APA, THEMENBILD
Dass die neue Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Margarete Kriz-Zwittkovits, eine Sonntagsöffnung der Geschäfte in Tourismuszonen fordert, sorgt für Kritik bei der Gewerkschaft. Diese lehnte den Vorstoß via Aussendung ab. "Die Sonntagsöffnung wird mittlerweile reflexartig aus der Schublade gezogen, sobald man eine Forderung für die Schlagzeilen braucht", befand Martin Müllauer, der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handel in der Gewerkschaft GPA.

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Eine Sonntagsöffnung entspreche weder dem Wunsch der Beschäftigten noch der Wienerinnen und Wiener, versicherte er. "Es sind reale Menschen, auf deren Rücken diese Diskussion geführt wird - und sie haben eine klare Meinung: 97 Prozent der Handelsangestellten lehnen eine Sonntagsöffnung klar ab." Was fehle, sei eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Arbeitsbedingungen der Handelsbeschäftigten.

"Während Mehreinnahmen durch eine Sonntagsöffnung alles andere als garantiert sind, stehen auf der anderen Seite reale Konsequenzen für die Beschäftigten, nämlich noch weniger Planbarkeit und mehr Belastung", warnte Müllauer. Kriz-Zwittkovits hatte im Interview mit der APA angekündigt, sich für Tourismuszonen einzusetzen, in denen die Geschäfte auch am Sonn- und Feiertag aufsperren dürfen.

Wiens ÖVP-Chef und City-Bezirksvorsteher Markus Figl hält die Einführung von Tourismuszonen ebenfalls für "längst überfällig", wie er in einer Reaktion festhielt: "Wien zählt jedes Jahr Millionen Gäste aus aller Welt. Dass ausgerechnet in einer internationalen Tourismusmetropole Geschäfte an touristischen Hotspots am Sonntag geschlossen bleiben müssen, ist weder zeitgemäß noch wirtschaftlich nachvollziehbar."

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