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Blitzeis: Berliner Flughafen nahm Betrieb wieder auf

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Schnee liegt am Hauptstadtflughafen
©APA, dpa, Christoph Soeder
Der Flugbetrieb am Airport Berlin ist am Freitag wieder angelaufen. Gegen Mittag hoben die ersten Maschinen ab, wie ein Sprecher sagte. Offiziell wurde der Flugbetrieb um 12.00 Uhr freigegeben. Gegen 13.00 Uhr startete die erste Maschine in Richtung Amsterdam. Schritt für Schritt soll nun der Betrieb hochgefahren werden. Passagiere müssten sich aber weiterhin auf Verspätungen und Ausfälle einstellen, so der Sprecher.

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Aufgrund von Blitzeis und anhaltendem Eisregen waren seit Donnerstagabend keine Starts und Landungen möglich. Auch Freitagfrüh blieb der Betrieb zunächst eingestellt. Der Winterdienst der Flughafengesellschaft habe die Flugbetriebsflächen die gesamte Nacht über mit Enteisungsmittel behandelt, aber ohne Erfolg, sie seien spiegelglatt, hieß es am Morgen.

Im Nordosten Deutschlands galten weiter Unwetterwarnungen vor gefrierendem Regen und Glatteis. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gebietsweise vor gefährlichen Verkehrsverhältnissen durch überfrierenden Regen und Eisansatz. Weiter südlich gebe es Glatteis.

Auch andernorts sorgt die Glätte für Einschränkungen: In Mecklenburg-Vorpommern gelten Unwetterwarnungen unter anderem für die Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Rügen und den Kreis Rostock. In Neubrandenburg wurde der Stadtbusverkehr vorerst vollständig eingestellt. In Niedersachsen fällt im Landkreis Diepholz wegen eisglatter Straßen erneut der Schulunterricht aus, teils wurde Distanzunterricht angeordnet.

Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam war es am Donnerstag zu einer Reihe von Unfällen gekommen. Es gab auch Behinderungen im Bahnverkehr zwischen Hannover und Berlin.

Am Freitag sollte sich die Glatteislage dem jüngsten Warnlagebericht zufolge zumindest etwas entspannen. Am Rande eines Hochs über Skandinavien werde mit östlicher Strömung kalte Festlandluft in den Norden und Osten gesteuert. Dagegen lenkten atlantische Tiefausläufer mildere Meeresluft in den Süden und Westen. Nur im Nordosten gebe es gebietsweise leichten Dauerfrost.

Der Wetterdienst rechnet vor allem im Südosten über der Landesmitte und bis in den Nordosten mit Nebel und regional Sichtweiten unter 100 Metern. Die Sicht bessert sich laut Vorhersage im Tagesverlauf nur langsam. Zum Wochenende können sich laut DWD mildere Luftmassen bis in den Nordosten ausbreiten.

"Das Wochenende präsentiert sich insbesondere im Südwesten und Westen schon fast von seiner vorfrühlingshaften Seite", schreibt Meteorologin Tanja Egerer vom DWD. Entlang des Rheins sollen die Höchsttemperaturen um die zehn Grad erreichen.

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