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Führt die Appetitlosigkeit ins Untergewicht, ist rasches Gegensteuern angesagt - auch weil dann die Gefahr besteht, dass der Körper nicht mehr mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist. Zudem neigt er nun dazu, Muskelmasse abzubauen. Es drohen also eher Stürze, so das Portal "Gesund & aktiv älter werden". Anzeichen, die man ernst nehmen sollte, sind etwa der Ring, der auf einmal nicht mehr am Finger hält - oder die Kleidung, die immer luftiger sitzt. Auch Müdigkeit und ein Gefühl von Schlappheit können auf eine Unterernährung hindeuten.
In diesem Fall sollte man ärztlich abklären lassen, wie man jetzt am besten vorgeht. Hemmt etwa ein Medikament den Appetit, gibt es womöglich eine Alternative, die man ausprobieren kann.
Doch wie gelingt es, ein paar Kilo zuzulegen - einfach bei jeder Gelegenheit Schokolade, Kekse und Pommes essen? Das ist nicht die beste Strategie. Diese Speisen liefern zwar viel Energie, geht es um wichtige Nährstoffe, sieht es aber mau aus. Gönnen darf man sie sich natürlich trotzdem.
Besser ist aber, auf gesunde Lebensmittel zu setzen, die vergleichsweise viel Kalorien liefern. Die Zeitschrift "Senioren Ratgeber" nennt als Beispiele: Nüsse, Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte, Avocados, Bananen und Vollkornbrot, ebenso wie fettreiche Milchprodukte wie Vollmilch oder Sahnequark.
Schon mit kleinen Tricks bekommen Mahlzeiten dabei Extra-Kalorien:
Manchmal fällt es leichter, durch Getränke Kalorien aufzunehmen. Eine gute Wahl sind dann das Glas Fruchtsaft oder der selbst gemachte Smoothie aus püriertem Obst und Joghurt.
In der Früh ist der Appetit besonders klein? Dann nehmen Sie sich für den Start in den Tag essenstechnisch lieber nicht zu viel vor - das nimmt Stress raus. "Die kalorienreichste Mahlzeit essen Sie am besten, wenn Sie sich am wohlsten fühlen", rät Ernährungswissenschaftlerin Nicole Erickson im "Senioren Ratgeber". Generell eine gute Idee: mehrere, kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt einplanen, statt wenige große. Als Faustregel gilt fünf bis sechs Mahlzeiten täglich.
Wer Schwierigkeiten hat, regelmäßig für sich selbst zu kochen, kann sich das Leben auch hier leichter machen: Möglichkeiten sind "Essen auf Rädern", offene Mittagstische in der Nachbarschaft oder gesunde Fertiggerichte fürs Tiefkühlfach.
Eine Stellschraube, an der man für etwas mehr Appetit drehen kann: sich das Essen möglichst schön machen. Das kann man wortwörtlich nehmen, indem man zum Beispiel die Bananenscheiben hübsch auf dem Joghurt anrichtet oder frische Kräuter auf die Kartoffeln streut.
Auch gemeinsames Kochen und Essen, etwa mit Freundinnen oder der Familie, schafft einen schönen Rahmen für Mahlzeiten. Der "Senioren Ratgeber" verweist darauf, dass Studien zeigen konnten, dass wir in Gesellschaft von Menschen, bei denen wir uns wohlfühlen, insgesamt mehr essen.
ARCHIV - Bei drohendem Untergewicht helfen gesunde Nährstoffe - und das gemeinsame Kochen und Essen mit Familie oder Freunden. (zu dpa: «Untergewicht im Alter: So gelingt das Gegensteuern») Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++






