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Viel zu langsames Internet? - Was man dagegen tun kann

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Erstmal den WLAN Router überprüfen, wenn das Internet langsam ist
©APA, dpa-tmn, Sina Schuldt
Superschnell surfen, mehrere hochauflösende Filme parallel streamen oder in Nullkommanichts Riesendateien downloaden: Viele haben genau das mit einem Internetanbieter vertraglich vereinbart. Doch im Alltag weichen die tatsächlichen Geschwindigkeiten oft erheblich von den Werbeversprechen ab: Die Internetverbindung ist viel zu langsam. Das bringt Betroffene nicht selten in Rage. Was kann man dagegen tun?

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Mitunter liegt die Ursache für die reduzierte Geschwindigkeit an den Geräten, die man nutzt - das sollten Betroffene als Erstes überprüfen. "Beispielsweise können falsche Router-Einstellungen oder ein schlechter WLAN-Empfang die Geschwindigkeit ausbremsen", sagt die Verbraucherschützerin Jana von Bibra.

Veraltete Treiber oder ungeeignete Kabel könnten ebenfalls das Internet bremsen. Manchmal reiche es auch, den Internetrouter kurz vom Strom zu nehmen und dann wieder einzuschalten.

Alle Geräte funktionieren einwandfrei und trotzdem ist das Internet langsam? Dann ist der nächste Schritt, den Vertrag zu checken. "In der Vertragszusammenfassung oder im Produktinformationsblatt des Anbieters ist die Übertragungsrate angegeben", so von Bibra.

Konkret ist da nachzulesen, was maximal, regulär und mindestens an Datenübertragungsraten zur Verfügung steht. Das ist in Download und Upload aufgeteilt. Diese Angaben sind für den Anbieter bindend.

Stellt sich nun heraus, dass die Internetleistung geringer ist als vertraglich vereinbart, sollten Betroffene den Anbieter per Einschreiben auffordern, den Vertrag ordnungsgemäß zu erfüllen. Der Anbieter ist dann verpflichtet, die zugesagte Internetleistung innerhalb einer angemessenen Frist von zumeist 14 Tagen zu erbringen.

Parallel zur Aufforderung, die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen, können Betroffene bei einem festen Internetanschluss die Gebühren mindern. "Hierbei kann man die monatlich zu entrichtenden Kosten fürs Internet in dem Verhältnis mindern, in dem die tatsächliche von der vertraglichen Leistung abweicht", sagt von Bibra.

Wer beispielsweise im Vertrag eine Mindestgeschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde (MBit) zugesichert bekommen hat, aber nur 75 MBit erhält, kann aus Sicht der Verbraucherschützer die Zahlungen um 25 Prozent kürzen. "Die Anbieter sehen das anders, eine rechtssichere Berechnungsmethode gibt es nicht", sagt von Bibra. Betroffene sollten sich im Zweifel beraten lassen.

Wer nach Ablauf von 14 Tagen feststellt, dass das Internet immer noch langsam ist, sollte den Vertrag entweder der niedrigeren Geschwindigkeit anpassen lassen, also auf einen Tarif gehen, der mit den tatsächlich erbrachten Leistungen konform ist. Alle, für die eine Vertragsanpassung nicht infrage kommt oder denen der Anbieter keinen anderen Tarif anbieten kann, haben die Option, fristlos zu kündigen, erklärt von Bibra. Sollte der Anbieter die Kündigung nicht akzeptieren, bleibt nur noch der Klageweg.

Allerdings: Auch wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die Zahlungen mindern oder den Anbieter wechseln können -ein mögliches Grundproblem, warum das Internet oft lahmt, ist damit nicht in jedem Fall gelöst. "Oft liegt die Ursache für die geminderte Geschwindigkeit an den vergleichsweise langsamen DSL-Leitungen", erklärt Urs Mansmann. Betroffene sollten daher prüfen, ob sie in Hinblick auf den Internetanschluss bei einem Anbieterwechsel auch auf Glasfaser oder aber Kabel umsteigen können.

ILLUSTRATION - Was kommt raus? - Nicht immer die Geschwindigkeit, für die man auch bezahlt. (zu dpa: «Viel zu lahmes Internet? - Was Sie dagegen tun können») Foto: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

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