Quantensprung für die Wettervorhersage:
Neuer Supercomputer zehnmal schneller

Schafft fünf Billionen Berechnungen pro Sekunde Auch Simluationen in anderen Forschungsbereichen

Quantensprung für die Wettervorhersage:
Neuer Supercomputer zehnmal schneller

Meteorologische Extremereignisse sollen künftig besser prognostiziert werden können. Von dem neuen Supercomputer am Rechenzentrum der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) im Tessin versprechen sich die Verantwortlichen einen Quantensprung in der Wettervorhersage.

Ab Jänner 2008 wird die Schweiz das erste Land sein, das über eine hoch auflösende Wettervorhersage verfügt. Dafür wird der Abstand der Berechnungspunkte von sieben auf zwei Kilometer reduziert. Das führt zu einer Datenflut, die nur mit einer Verzehnfachung der bisherigen Rechenleistung bewältigt werden kann.

Zu diesem Zweck wurde im Hochleistungszentrum CSCS in Manno bei Lugano, wo die Vorhersagen für MeteoSchweiz berechnet werden, ein Supercomputer vom Typ Cray XT4 installiert. Dieser verfügt über eine Leistung von fünf Billionen Berechnungen pro Sekunde, teilte das CSCS mit.

Damit sollte es möglich sein, Extremsituationen auf kleinstem Raum vorherzusagen. Bisweilen kommt es in den Alpen vor, dass es auf der einen Seite eines Berges heftig regnet, während auf der anderen Seite die Sonne scheint. Solche regionale Extremfälle können laut CSCS nur durch hoch auflösende Wettermodelle vorhergesagt werden.

Der neue Supercomputer, der im Jänner 2008 in Betrieb geht, wird auch den Forschern der Schweizer Hochschulen zur Verfügung stehen, um Simulationen auf mehreren Gebieten wie beispielsweise Chemie, Physik, Nanowissenschaften, Materialwissenschaften, Fluid-Dynamik und Klimaforschung durchzuführen.

(apa/red)