Britische Royals von

Eigentlich sollte
Prinz Harry glücklich sein ...

... doch die Beziehung zu Meghan Markle wird von Ärger überschattet

Prinz Harry © Bild: 2016 Getty Images/Richard Stonehouse

Seit Dienstag ist es ganz offiziell: Prinz Harry und Meghan Markle sind ein Paar. Der Fünfte der britischen Thronfolge unterhält eine Beziehung zu einer wunderhübschen US-Schauspielerin. An sich eine höchst erfreuliche Nachricht, die der Kensington Palast da verkündete. Doch die Meldung hat Schattenseiten, die bedenklich stimmen.

THEMEN:

Am Dienstag veröffentlichte der britische Kensington-Palast ein Statement, in dem Prinz Harrys Beziehung zur Schauspielerin Meghan Markle bestätigt wurde. Die Klatschspalten - zugegeben, auch wir - überschlugen sich. Was für eine wundervolle Meldung! Der sympathische Prinz hat endlich die große Liebe gefunden! Doch an sich ging es in der Mitteilung des Palastes um etwas ganz anderes.

»Prinz Harry ist besorgt um Miss Markles Sicherheit und zutiefst enttäuscht, dass es ihm nicht gelungen ist, sie zu beschützen.«

Die Mitteilung wurde nicht herausgegeben, um die Beziehung zu bestätigen, sondern die Öffentlichkeit - allen voran die Medien - um Rücksichtnahme zu bitten. An sich sollte für Prinz Harry der Himmel voller Geigen hängen. Stattdessen macht sich der 31-Jährige große Sorgen. "Prinz Harry ist besorgt um Miss Markles Sicherheit und zutiefst enttäuscht, dass es ihm nicht gelungen ist, sie zu beschützen", heißt es im offiziellen Statement, das der Enkelsohn der Queen über einen Sprecher veröffentlichen hat lassen.

Nach wenigen Monaten Beziehung sollte Meghan Markle sich nicht inmitten eines derartigen Sturms befinden, heißt es weiter. Doch worum geht es? Was wurde der 35-Jährigen angetan?

© www.PPS.at Die Aufmerksamkeit um Meghan Markle ist in der letzten Woche um einiges größer geworden.

Anfang des Monats gab es erstmals Spekulationen über eine Beziehung zwischen Harry und Meghan Markle. Der Prinz und die Schauspielerin sollen einander im Mai im kanadischen Toronto kennengelernt haben, die "Suits"-Darstellerin reiste daraufhin mehrmals nach London. "Er (Harry, Anm.) ist glücklicher, als er seit Jahren gewesen ist", zitierte der britische "Express" einen Freund des Prinzen, der angab, dass es sich um mehr als ein kurzes Strohfeuer handle. In der Tat dürfte es weit mehr sein, ansonsten hätte der Palast kein Statement veröffentlicht, in dem Megan offiziell als Harrys Freundin betitelt wird.

»In der letzten Woche ist eine Grenze überschritten worden. Seine Freundin, Meghan Markle, ist Opfer einer Welle von Beschimpfungen und Belästigungen geworden.«

Während sich die meisten Medien begeistert auf die romantisch anmutende "Schauspielerin wird Prinzessin"-Story stürzten, begannen diverse britische Klatschblätter, tiefer zu graben. Nicht nur Meghan wurde auf Schritt und Tritt verfolgt, auch Familienmitglieder und Freunde der Schauspielerin wurden belästigt. Doch damit nicht genug. "In der letzten Woche ist eine Grenze überschritten worden. Seine (Harrys, Anm.) Freundin, Meghan Markle, ist Opfer einer Welle von Beschimpfungen und Belästigungen geworden. Vieles davon geschah sehr öffentlich - das Geschmiere auf der Titelseite einer nationalen Zeitung; die rassistischen Untertöne der Kommentare; und der unverblümte Sexismus und Rassismus von Social-Media-Trollen und Online-Kommentaren. Einiges geschah abseits der Öffentlichkeit - die nächtlichen rechtlichen Kämpfe, um verleumderische Geschichten aus den Zeitungen zu halten; ihre Mutter, die Fotografen abwehren musste; die Versuche von Reportern und Fotografen, sich illegal Eintritt in ihr Haus zu verschaffen und die anschließenden Polizeianrufe; die beträchtlichen Bestechungsgelder, die Zeitungen ihrem Ex-Freund boten; die Bombardierung beinahe jedes Freundes, Kollegen und Nahestehenden in ihrem Leben." Diese deutlichen Worte sind im Statement des Palastes zu lesen.

Meghan Markle
© imago/APress Muss Meghan Markle ist belästigen und beschimpfen lassen - nein, muss sie nicht!

Prinz Harry habe um dieses öffentlichen Schreiben gebeten, in der Hoffnung, dass diverse Medien nachdenken und reflektieren, damit kein weiterer Schaden entsteht. "Er weiß, dass es ungewöhnlich ist, ein solches Statement herauszugeben, doch er hofft, dass unvoreingenommene Menschen verstehen werden, warum er das Gefühl hatte, dass es notwendig ist, öffentlich zu sprechen ", heißt es in den abschließenden Worten.

Beim Namen wird kein Medium genannt, gemeint sind aber wohl einige. Prinz Harrys neue Flamme sei eine "soziale Aufsteigerin" und "nicht fit für die Royals", zitierte etwa die "Sun" Meghan Markles Halbschwester. Die Schauspielerin wurde zudem als "geistig flache, aufdringliche Diva mit einem Hang zu Rothaarigen" betitelt. Die "Daily Mail" wiederum betätigte sich in Ahnenforschung und ging Meghans Herkunft bis zu Zeiten der Sklaverei nach.

Die Königsfamilie und die britische Presse

Die Königsfamilie unterhält eine teils schwierige Beziehung zu den britischen Medien. Nach Prinzessin Dianas Tod konnte man sich zwar auf einen respektvollen Umgang verständigen, dennoch werden immer wieder Grenzen überschritten. Herzogin Kates Oben-Ohne-Fotos beispielsweise. Auch Prinz Williams Ehefrau wurde nach Bekanntwerden ihrer Beziehung von Paparazzi verfolgt. Während es sich bei Kate Middleton damals jedoch um eine unbekannte Studentin handelte, ist Prinz Harrys neue Freundin eine erfolgreiche Schauspielerin. Das Interesse ist somit um ein vielfaches größer und die Belästigungen deutlich unverfrorener.

Muss Meghan Markle als Prominente damit umgehen können? Ist die stetige Belästigung der Preis, den sie zu bezahlen hat, weil sie mit einem Prinzen liiert ist? Ist es schlicht und ergreifend "part of the game"? Nein, ist es nicht. "Das ist kein Spiel - es ist ihr und sein Leben", heißt es in Harrys Statement. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Kommentare