Prinz Frederik – der Soldat, der Elite-Student, der Familienvater

Sympathisch, nahbar und immer ein Lächeln auf den Lippen – mit diesen Begriffen lässt sich der in seiner Heimat Dänemark außerordentlich beliebte Kronprinz Frederik bestens beschreiben.

von Porträt - Prinz Frederik – der Soldat, der Elite-Student, der Familienvater © Bild: David MAREUIL / POOL / AFP/apa

Steckbrief

  • Geburtsdatum: 26. Mai 1968
  • Geburtsort: Kopenhagen, Dänemark
  • Voller Name: Frederik André Henrik Christian, Prinz zu Dänemark
  • Sternzeichen: Zwillinge
  • Größe: 1,83 m
  • Eltern: König Henrik von Dänemark, Königin Margrethe II. von Dänemark
  • Geschwister: Prinz Joachim von Dänemark
  • Ehepartner: Prinzessin Mary von Dänemark
  • Kinder: Prinz Christian von Dänemark, Prinzessin Isabella von Dänemark, Prinz Vincent von Dänemark, Prinzessin Josephine von Dänemark

Der dänische Prinz Frederik erblickte am 26. Mai 1968 in Kopenhagen das Licht der Welt. Nachdem seine Eltern Margrethe II. und Henrik im Jahr 1972 gekrönt wurden, zog Frederik gemeinsam mit ihnen in das Schloss Amalienborg. Dort wuchs er zusammen mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder Prinz Joachim von Dänemark auf.

Die militärische Laufbahn des Kronprinzen

Nachdem er die Schule erfolgreich beendet hatte, trat der Kronprinz Frederik 1986 im Alter von 18 Jahren dem dänischen Militär bei. Er begann seine Karriere dort als Rekrut in „Den Kongelige Livgarde“, zu Deutsch: die königliche Leibgarde. Nach zwei Jahren in ebendieser Leibgarde erhielt Frederik 1988 die Beförderung zum Leutnant der Reserve, ehe er 1989 dann sogar zum Oberleutnant der Reserve befördert wurde. Mit dem Erhalt dieser Auszeichnung entschied sich Frederik dazu, den Dienst im dänischen Militär vorerst zu pausieren und stattdessen seine schulische Ausbildung weiter zu verfolgen.

Prinz Frederiks elitäre Ausbildung

Wie für Kinder von Königsfamilien üblich genoss Frederik eine sehr elitäre schulische Ausbildung. Nachdem er seine Karriere im Militär vorrübergehend pausiert hatte, startete er im Herbst 1989 an der Universität Aarhus sein Studium. An dieser Universität, an der bereits seine Mutter Margrethe studiert hatte, schrieb er sich für den Studiengang Politikwissenschaften ein. Zunächst war es sein Plan, dieses Fach nur für ein paar Monate zu studieren, doch da die Politikwissenschaften den Kronprinzen so sehr interessierten, führte er sein Studium weiter fort. Im Jahr 1992 zog er sogar in die USA, um in Harvard an einer der besten und prestigeträchtigsten Universitäten der ganzen Welt zu studieren. 1993 bestand er an dieser seinen Master in Politikwissenschaften.
Nachdem er in den USA seinen Master erreicht hatte, kehrte der Kronprinz zurück nach Kopenhagen, wo er im Jahr 1995 an der Universität sein Examen machte. Seither ist Frederik ein diplomierter Politikwissenschaftler.

Erstes soziales Engagement

Kronprinz Frederik genoss die Zeit seines Studiums sehr. Zu seinen Leidenschaften gehörten damals unter anderem Fußball oder auch Besuche von Kinos oder Konzerten. Gleichzeitig setzte er sich außerdem bereits während seiner Zeit an der Universität für diejenigen Studenten ein, die es nicht so leicht hatten, wie er selbst. Während Frederik in Boston an der Harvard Universität studierte, gründete er beispielsweise einen Fond, der es Studenten aus Dänemark möglich machen sollte, an der elitären Uni studieren zu können, so wie er auch.

Rückkehr zum Militär

© imago images / Dean Pictures

Obwohl er sich sehr für sein Studium interessierte und dieses sehr eifrig anging, ließ Frederik seine Zeit beim Militär nie vollständig los. Aus diesem Grund kehrte er nach seinem Examen 1995 wieder dahin zurück – und zwar als Kampfschwimmer in einer der härtesten Einheiten des gesamten Militärs in Dänemark. Für einen Platz bei den Kampfschwimmern bewarben sich insgesamt rund 300 Anwärter, nur vier wurden ausgewählt. Einer von diesen war der Kronprinz, der wegen seiner neuen Tätigkeit bald den Spitznamen „Froschmann Pingo“ erhielt.

Hoch hinaus als Pilot

Doch nicht nur im Wasser stellte Frederik seine Fähigkeiten unter Beweis, sondern auch in der Luft. So trat er nach der Kampfschwimmer-Einheit auch der Luftwaffe bei und absolvierte im Jahr 2000 in Karup an der Flugschule der dänischen Luftwaffe die Ausbildung zum Militärpiloten. Außerdem diente er im Heer. Für seine Tätigkeiten an Land, im Wasser und in der Luft wurde Prinz Frederik sowohl zum Kapitänleutnant der Reserve in der Marine als auch zum Kapitän der Reserve der Luftwaffe und des Heers ernannt.

© AFP PHOTO PASCAL PAVANI/apa Prinz Frederik mit seinem Vater König Henrik im Jahr 2002

Prinz Frederik, der passionierte Sportler

Nicht nur seine Tätigkeiten im Militär verfolgte Frederik mit vollem Einsatz, der Kronprinz war auch ein leidenschaftlicher Sportler und liebte unter anderem das Laufen, Segeln, Schwimmen und Skifahren. Sein großes Ziel in jungen Jahren war es laut eigener Aussage, einmal als Teil der dänischen Segelmannschaft bei den Olympischen Spielen teilzunehmen.

© imago images / UPI Photo Prinz Frederik joggt mit Veteranen und Militärangehörigen durch Washington Crown

Frederiks „zufälliges“ Aufeinandertreffen mit seiner Traumfrau

Tatsächlich schaffte es Frederik im Jahr 2000 zu den Olympischen Spielen in Sydney – allerdings nicht als Sportler, sondern nur als Zuschauer. Dennoch dürfte der Kronprinz heutzutage nicht mehr allzu traurig darüber sein, dass er die Teilnahme an dem sportlichen Großereignis verpasste. Denn: anstatt selbst im Segelboot zu sitzen, war er dazu in der Lage, in Sydney die Bars der Stadt unsicher zu machen. Im Zuge dieser Feierlichkeiten traf Frederik, der unter anderem von dem damaligen spanischen Kronprinzen und heutigen König Felipe begleitet wurde, eines Abends in einem Pub mit dem Namen „The Slip Inn“ eine Person, die den Kronprinzen schnell in ihren Bann ziehen sollte. Es war seine spätere Ehefrau, die Australierin Mary Donalds.

Tatsächlich soll das erste Aufeinandertreffen von Mary und Frederik allerdings gar nicht so zufällig gewesen sein, wie lange Zeit vermutet. Laut einer Freundin von Mary soll es sich vielmehr um ein informelles Abendessen in dem Pub gehandelt haben, zu dem beide eingeladen waren.

© AFP PHOTO SCANPIX NORDFOTO KELD NAVNTOFT/apa Im Oktober 2003 verlobten Prinz Frederik und Mary Donaldson sich

Das Traumpaar Frederik und Mary

In dem Buch mit dem Titel „Frederik – Kronprins af Danmark“* schwärmte der Prinz über sein erstes Treffen mit „seiner“ Mary. Für den Kronprinzen sei es Liebe auf den ersten Blick gewesen, Frederik habe direkt eine Seelenverwandtschaft gespürt.

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Bereits am Tag nach dem ersten Kennenlernen rief Frederik bei Mary an, um sie um ein Treffen zu beten. Im Laufe der Olympischen Spiele sahen sich die beiden dann immer wieder und verliebten sich ineinander. Knapp vier Jahre nach dem ersten Treffen der beiden läuteten dann die Hochzeitsglocken. Am 14. Mai 2004 gaben sich Mary und Frederik das Ja-Wort.

© ODD ANDERSEN / AFP/apa Mary und Frederik heiraten

Die royale Traumfamilie

Komplettiert wird das Eheglück von Mary und Frederik durch die vier gemeinsamen Kinder. Der älteste Sohn Christian wurde 2005 geboren, Tochter Isabella folgte 2007. Die beiden Nesthäkchen sind die Zwillinge Josephine und Vincent, die 2011 auf die Welt kamen.

© imago images / PPE Mary und Frederik mit ihren Kindern Prinz Christian, Prinzessin Isabella,PrinzVincent und Prinzessin Josephine

Der schwerste Schicksalsschlag für den Kronprinzen

Am 13. Februar 2018 musste Kronprinz Frederik einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Sein Vater, König Henrik von Dänemark, verstarb an diesem Tag im Alter von 83 Jahren. Frederik war im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Südkorea, als es Henrik auf einmal schlechter ging. Der Kronprinz reiste sofort in sein Heimatland und schaffte es, am Krankenbett Abschied von seinem Vater zu nehmen.

In einem Interview, das der Kronprinz knapp ein halbes Jahr nach dem Tod des Königs gab, erinnerte sich Frederik an seinen lustigen und stets gut gelaunten Vater.

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