Waffen, Wodka, Weihwasser von

Ukraine: Krieg und Frieden

NEWS mit Kiews berüchtigten Freiwilligenbataillonen an der Front

© Video: NEWS.AT

Es herrscht Frieden. Und wir hören dumpfes Artilleriefeuer. Nicht ständig, bloß immer mal wieder ein Grollen, das die Stille durchbricht. „Waren das wir oder die?“, fragt Dima dann hastig in die Runde und erntet ein Schulterzucken als Reaktion. Wir sind an der vordersten Frontlinie eines Krieges in Europa. Hier, im äußersten Osten der Ukraine, kauern Dima und seine Kameraden zwischen aufgeschichteten Sandsäcken und Ziegeln, die sie blau-gelb bemalt haben.

NEWS-Reporter Christoph Lehermayr war mit Kiews berüchtigten Freiwilligenbataillonen an der Front: Warum sie kämpfen, auf die USA setzen und Frieden ein Fremdwort ist.

An ihren Schultern baumelt die Kalaschnikow, hinter ihnen liegen die Truhen voller Munition dafür, und vor ihnen steht der Feind. Wobei, so klar ist das nicht. Beim Blick durch den Feldstecher tauchen dort drüben, auf der anderen Seite des Flusses, nur ein paar Häuser und ein hoher Strommast auf. Schastja heißt die Stadt, die Dima und seine Burschen zu verteidigen haben. Sie beginnt gleich hinter dem Checkpoint, an dem sie ausharren.

Schastja – Die Frontstadt der Furcht

Schastja, auf Ukrainisch wie auch auf Russisch bedeutet das Glück. Glück, das der Stadt verwehrt blieb in all den Monaten, seitdem der Krieg tobt. Schastja liegt direkt auf einer 485 Kilometer langen Linie, welche zur Front geworden ist. Rechts davon beginnen die Gebiete, die Rebellen, pro-russische Separatisten oder wie auch immer man die Kämpfer für den Kreml nennen will, beherrschen. Links davon ist das, was der Ukraine von der Region Donbas in diesem Krieg noch geblieben ist. Schastja war schon auf beiden Seiten. Drei Monate regierten hier jene, die Kiew Terroristen nennt. Dann folgten Schlachten und Scharmützel, Tote und noch mehr Tote, am Ende stand die Wiedereroberung.

Die Bilanz nach fast einem Jahr Krieg: offiziell mindestens 6.000 Opfer, 1,4 Millionen Flüchtlinge und eine europäische Nachkriegsordnung, die zu existieren aufgehört hat. Derzeit hofft dieses Europa auf Frieden. Will glauben, dass die im weißrussischen Minsk ausgehandelte Waffenruhe hält, der Spuk im Osten ein Ende nimmt. Dagegen spricht nicht bloß das Artilleriefeuer am letzten Checkpoint von Schastja, sondern auch eine Zusammenkunft ein paar hundert Meter weiter.

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS - das ab sofort immer am Samstag erscheint - in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als E-Paper-Version.

Kommentare

Wer auf die USA setzt, hat bereits den Krieg in jeder Hinsicht verloren! Dem ist nicht mehr zu helfen!

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