Netz lacht über
Kurz-Auftritt

Hier ging die "perfekte Inszenierung" des Altkanzlers einmal daneben - kein gelungener Auftritt im Altersheim

Sebastian Kurz verliert selten bis nie die Kontrolle über Bilder, die von ihm an die Außenwelt gelangen. Alles ist perfekt inszeniert und vermarktet. Doch bei einem Besuch im Altersheim ist nun doch einmal etwas schief gegangen.

von Kurz © Bild: APA/Gindl

„Message Control“ oder „perfekte Inszenierung“ sind Beschreibungen, die oft im Zusammenhang mit Altkanzler Sebastian Kurz fallen. Seit seinem Sturz als Kanzler tingelt Kurz durch Österreich, um mit das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen – und diese Gespräche perfekt für den Wahlkampf zu nutzen. Stets ist ein eigener Kameramann und Fotograf dabei, damit die Macht über die Bilder nicht verloren geht.

"Und, habts schon Mittag gegessen?"

Nun machte jedoch ein Ausschnitt eines Videos von einem Kurz-Besuch in einem Seniorenheim die Runde, das in den sozialen Netzwerken mit Spott und Häme überschüttet wurde. Kurz steht etwa unbeholfen neben einem Tisch mit älteren Menschen, alle Kameras und Mikros auf ihn eingerichtet und fragt in die Runde. „Und, habts schon Mittag gegessen?“ „Ja?“ Aber so recht will dem Ex-Kanzler niemand antworten scheint es. Dieser wartet noch einen Augenblick und dreht sich dann eher unbeholfen weg. Auch die Stimme scheint bei Kurz hier nicht ganz mitzuspielen.

Echt oder Maschek?

Auf Facebook sind etwa ironische Kommentare wie „So warmherzig“ zu lesen oder auch weniger ironisch, dass das wohl nicht echt sein könne. Auch der Vorschlag, ob das nicht überhaupt ein Maschek-Video sei, kommt von einem User.

SPÖ nutzt Gelegenheit

Die SPÖ nutzte die Gelegenheit umgehend und stellte dem ein Video von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner gegenüber, in dem sie ebenfalls ältere Menschen besucht, sich aber im Gegensatz zu Kurz mit jedem einzeln beschäftigt, jeden begrüßt und auf die Menschen eingeht. „Ich glaube der Vergleich macht es deutlich!“, so die spitze Betitelung des Digital Marketing Managers der SPÖ Kärnten, Günther Svetits.