Die amerikanische Unternehmerin, Autorin & "Fixer Upper"-Star im Porträt

Die Texanerin Joanna Gaines wird als Lifestyle-Ikone gefeiert und um ihr scheinbar makelloses Leben beneidet. Dabei will sie lieber Fehler salonfähig machen.

von Die amerikanische Unternehmerin, Autorin & "Fixer Upper"-Star im Porträt © Bild: 2019 Amy Neunsinger

Steckbrief Joanna Gaines

  • Name: Joanna Gaines
  • Geboren: 19. April 1978 in Wichita, Kansas, Vereinigte Staaten
  • Beruf: Unternehmerin, Autorin, Interieur-Designerin
  • Sternzeichen: Widder
  • Ehepartner: Chip Gaines (verheiratet seit 2003)
  • Kinder: Drake, Ella, Duke, Emmie & Crew Gaines
  • Wohnort: Crawford, Texas

Joanna Gaines: Karriere & Familienleben mit Chip Gaines

Nicht nur auf dem Papier wirkt das Leben von Joanna Gaines perfekt: die Texanerin sieht großartig aus, ist seit knapp zwei Jahrzehnten mit ihrer Uni-Liebe Chip verheiratet, hat mit ihm ein Lifestyle-Unternehmen aufgebaut und lebt mit den fünf Kindern skandalfrei auf einer wunderschönen, heimeligen Farm. Was auch immer das Paar angreift, scheint sich in Gold zu verwandeln: nach ihrer Ausbildung in ganz anderen Bereichen eröffneten sie als Quereinsteiger das Interieurgeschäft "Magnolia Market Store", durch das ein Fernsehsender auf sie aufmerksam wurde.

Joanna und Chip Gaines
© imago images / Pacific Press Agency Joanna Gaines mit ihrem Ehemann Chip

Die Folge war die Erfolgsserie "Fixer Upper", in der sie renovierungsbedürftige Häuser in Traumlocations verwandelten. Die Sendung lebte nicht nur von den faszinierenden Verwandlungen der Gebäude, sondern auch von der unterhaltsamen und neckischen Chemie zwischen Joanna und Chip. Die beiden gelten seither als Einrichtungsprofis und wissen, wie man diesen Ruf zu Geld macht: von der eigenen Wandfarbenkollektion bis zum Designmagazin. Als wäre all das nicht genug, haben sie mittlerweile auch noch Amerikas Küchen erobert: Ihre Familienrezepte sind dort nicht nur in Buchform ein Bestseller, sondern auch im Rahmen einer Kochshow ein Renner.

Perfektion war gestern

Dass ihr Leben so perfekt rüberkommt, ist Teil des Erfolgs. Die Zuschauer tauchen in eine heile Welt ein, die bei aller Professionalität gekonnt natürlich wirkt. Gespielt oder echt: Das TV-Universum der Familie Gaines macht Spaß. Im Idealfall inspiriert es sogar dazu, sein eigenes Umfeld schöner zu gestalten. Dass sich jemand von dem makellosen Bild unter Druck gesetzt fühlen könnte, missfällt Gaines allerdings. Sie weiß, wie anstrengend das Streben nach Perfektion ist. Lange Zeit suchte sie selbst in allen Bereichen ihres Lebens danach. "Ich wollte die perfekte Ehefrau, Mutter, Designerin und Köchin sein", erzählt sie in ihrem Buch "Magnolia Table".

»Ich wollte die perfekte Ehefrau, Mutter, Designerin und Köchin sein«

Sie war so sehr damit beschäftigt, was man verbessern könnte, dass sie etwa Essenseinladungen kaum genießen konnte. "Es passiert schnell, dass man sich wehmütig die Bilder von Feiern in Magazinen und in den sozialen Medien anschaut und das Gefühl bekommt, niemals mithalten zu können. Solche Vergleiche können uns derartig fertig machen, dass wir die wunderbare Simplizität des Teilens einer Mahlzeit und des Austauschens von Geschichten aus den Augen verlieren." Die hohen Ansprüche an sich selbst hatten für Gaines etwas Zermürbendes. Bis sie beschloss, dem Warum mehr Bedeutung als dem Wie einzuräumen. Dass die Teller und das Besteck an der idealen Stelle am Tisch stehen, ist seither weniger wichtig, vielmehr geht es ihr darum, dass alle eine gute Zeit haben und sich wohl fühlen. Eine Erkenntnis, die auch das Konzept ihres Buchs über den Haufen warf. Ursprünglich wollte Gaines darin vermitteln, wie man zur perfekten Gastgeberin wird, nun geht es darum, sich von Erwartungen zu befreien. Ein geniales Essen und Freude am Kochen entstehen eben auch durch die Freiheit, Neues auszuprobieren, Experimente zu wagen und zu riskieren, dass mal etwas schiefgeht. "Man sollte in der Küche immer nachsichtig mit sich sein. Und ein paar Lieferservice-Speisekarten zur Hand haben."

Der erste Teil mit langjährig erprobten Familienrezepten von Joanna Gaines war ein Bestseller. Für den zweiten Teil von Magnolia Table* hat die Unternehmerin neue Rezepte für Essen mit Familie und Freunden entwickelt. Erschienen im Unimedica Verlag

Rezept von Joanna Gaines: Gebackene Knoblauchknollen

aus dem Buch "Magnolia Table"

© 2019 Amy Neunsinger

Vorbereitung: 15 Minuten
Garzeit: unter 70 Minuten
Abkühlen: nicht nötig

Zutaten für 8-10 Portionen

  • 8 große Knollen Knoblauch (am besten Elefantenknoblauch)
  • 4 EL Olivenöl
  • 60 g Butter, in 8 Scheiben geschnitten
  • 1 TL frische Thymianblättchen
  • ¼ TL frisch gehackter Rosmarin
  • ¼ TL Meersalzflocken
  • ¼ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 3 EL frisch geriebener Parmesan (optional)
  • Frisches Baguette oder Sauerteigbrot, in Scheiben geschnitten oder in Stücke gerissen, zum Servieren

Zubereitung

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Mit einem großen, scharfen Messer von der oberen Seite der Knoblauchknollen jeweils etwa eine 0,5 cm dicke Scheibe abschneiden, sodass die Zehen zu sehen sind. Die Knollen an sich sollen intakt bleiben. Die Knoblauchknollen mit der Schnittseite nach oben eng nebeneinander in eine gusseiserne Pfanne mit 22-25 cm Durchmesser setzen und mit 3 EL Olivenöl beträufeln. Auf jede Knolle eine Scheibe Butter legen. Thymian, Rosmarin, Salz und Pfeffer darauf verteilen.

Die Pfanne sorgfältig mit Alufolie abdecken, damit beim Backen die Feuchtigkeit nicht entweicht. Im vorgeheizten Ofen etwa 1 Stunde rösten, bis der Knoblauch sehr weich ist. Aus dem Ofen nehmen und die Folie vorsichtig entfernen, damit man sich am entweichenden Dampf nicht verbrennt. Gegebenenfalls den Parmesan über den Knoblauch streuen.

Die Pfanne mit dem Knoblauch zurück in den Ofen schieben und ihn 5-8 Minuten weiter rösten, bis die Oberfläche schön gebräunt ist. Mit dem restlichen 1 EL Olivenöl beträufeln. Die Knoblauchknollen können nach Belieben in der Pfanne serviert oder auf einer Servierplatte angerichtet und mit den Bratensäften übergossen werden.

Den warmen Knoblauch auf frisches Brot schmieren.

Der Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 6/2022 erschienen.

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