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Euro 2016: Mulmiges
Gefühl vor großem Fußballfest

Frankreich fürchtet Anschläge bei der Europameisterschaft im Sommer

Österreichs Nationalspieler vor dem Eiffelturm © Bild: GEPA pictures/ Martin Priebernig

Es wird ein Fußballfest im Ausnahmezustand - und bei den Behörden wächst die Unruhe. "Wegen der Fußball-EM drehen wir gerade wirklich durch", sagt ein französischer Anti-Terror-Vertreter. Mit drakonischen Sicherheitsmaßnahmen will Frankreich Anschläge bei der näher rückenden Fußball-EM verhindern, der nach den islamistischen Attacken von Paris verhängte Ausnahmezustand soll extra verlängert werden.

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Doch für die Sicherheitsbehörden ist das am 10. Juni startende Turnier ein Alptraum. Die Regierung verspricht maximale Sicherheit, die Angst vor neuen Anschlägen aber ist allgegenwärtig. "Es ist unmöglich, ein Gegenmittel gegen Terroristen zu finden, die zu jedem Zeitpunkt mit Kalaschnikows zuschlagen könnten", sagt ein Polizeivertreter düster. "Aber auch wenn die terroristische Bedrohung hoch und ein Anschlag möglich ist, kann man ein solches Ereignis nicht infrage stellen."

Antwort auf Hass, Spaltung, Angst und Grauen

Denn die französische Regierung sieht die EM nach dem Blutbad vom 13. November mit 130 Toten und nach den Anschlägen von Brüssel auch als wichtiges Signal: Das Turnier sei "eine Art Antwort auf Hass, Spaltung, Angst und Grauen", sagte Frankreichs Staatschef Francois Hollande unlängst. Die Europameisterschaft soll auch symbolisieren, dass sich Frankreich und ganz Europa von islamistischen Attentätern nicht einschüchtern und unterkriegen lassen.