Sehenswert von

Man darf nicht aufhören zu kämpfen

Vlado Priborsky hat in "Blockbuster" die Schicksalsschläge seines Lebens verfilmt

"Blockbuster" von Vlado Priborsky © Bild: Independent Works

"Das Leben ist ein Film" lautet der Untertitel des neuen österreichischen Kinofilms "Blockbuster"– und im Fall von Vlado Priborsky, 40, ist es auch Realität. Denn der Regisseur, der bislang für Kurzfilme bekannt war, hat sein bewegtes Leben in einem Spielfilm verarbeitet.

"Blockbuster" von Vlado Priborsky
© Independent Works Harald Sicheritz und Wolfgang Rauh

Die Geschichte: Mit zwölf Jahren kommt Vlado (Wolfgang Rauh) 1987 mit seinen Eltern aus Tschechien nach Wien. Nach und nach entdeckt er einen unerschöpflichen Schatz an Filmen aus der ganzen Welt. In der zufälligen Begegnung mit einem bekannten Regisseur (Harald Sicheritz) manifestiert sich der Traum, selbst einmal Filme zu drehen. Doch das Schicksal hält schwere Prüfungen für den jungen Mann bereit: 2001 erhält Vlado die Diagnose Krebs, drei Jahre später stirbt sein Sohn David wenige Tage nach der Geburt, dann erkrankt auch noch sein Vater schwer.

Vlado läst sich von seinem Traum nicht abbringen

Vlado lässt sich dennoch nicht von seinem Traum abbringen, eines Tages, allen Widrigkeiten zum Trotz, den Titel seines Kinofilms auf der Leinwand zu sehen. "Nach der überstandenen Krebserkrankung", erzählt er, "hatte ich den Wunsch, einen Film zu machen. Denn das war immer schon meine große Leidenschaft."

"Blockbuster" von Vlado Priborsky
© Independent Works Michael Steinocher, Martina Poel und Wolfgang Rauh

In mühsamer Arbeit stellte der hauptberufliche Sachbearbeiter die Finanzierung auf, schaffte es, dass bekannte Schauspieler ehrenamtlich mitspielen. Förderung hat es für den Film keine gegeben, die Schauspieler haben auf ihre Gagen verzichtet. Neben Ursula Strauss, Hilde Dalik, Manuel Rubey, Thomas Stipsits, Sabrina Reiter und Alexander Pschill sind noch zahlreiche weitere heimische Künstler mit dabei.

Erlöse an Krebsforschung des St. Anna Kinderspitals

Die Erlöse der Kinokarten spendet der Regisseur allesamt der Krebsforschung des St. Anna Kinderspitals. Vlado Priborsky: "Ich hatte gerade einmal ein Budget von 20.000 Euro – das war's. Dennoch war es eine wunderbare Erfahrung an 'Blockbuster' zu arbeiten. Ich möchte zukünftig vom Filmemachen leben können, habe bereits ein neues Projekt, an dem ich arbeite: eine Fernsehserie."

"Blockbuster" von Vlado Priborsky
© Independent Works Das Blockbuster-Team

Der Filmer mit dem unerschütterlichen Lebensmut will mit seinem Film anderen Menschen auch etwas mitgeben: "Dass man nicht aufhören soll zu kämpfen. Man braucht Menschen, die einem Mut machen. In meinem Fall war es vor allem meine Frau, die auch in den schweren Stunden zu mir gestanden ist." Am 30. Juni feiert "Blockbuster" im Wiener Gartenbaukino Premiere, danach geht es im Rahmen einer Sommertour durch Kinos in ganz Österreich.

Infos und Trailer unter: http://www.blockbusterderfilm.at/

Kommentare