Die Banane: Superfood mit hohem Kalium-, Magnesium und Kohlenhydratgehalt

Die Banane ist ein wahres Superfood und eignet sich in vielerlei Hinsicht, vom Verzehr bis hin zur Textilverarbeitung. Bananen sind nicht nur im Supermarkt erhältlich, sondern können auch ganz simpel zu Hause im Wohnzimmer und Garten angepflanzt und geerntet werden.

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Frische Bananen in einer Transportkiste © Bild: Elke Mayr

Inhaltsverzeichnis

So wurde die Banane früher genannt

Die Banane, veraltet genannt, die Paradiesfeige, stammt aus Südostasien. Sie gelangte durch Seefahrer nach Indien und Afrika bis hin zu den kanarischen Inseln, wo sie auch heute noch weiterhin angebaut wird. Erst mit der Eroberung Mittel- und Südamerikas gelang die Banane nach Europa.

Das Aussehen der Banane

Weltweit gibt es mehr als 1000 bekannte Bananensorten, doch die meisten unterscheiden sich stark von ihrem Aussehen.
Ein ähnliches Aussehen haben jedoch die Obstbanane, welche man aus den heimischen Supermärkten kennt, die Gemüsebanane und die Textilbanane.
Während die Obstbanane sofort zum Verzehr geeignet ist, darf die Gemüsebanane nicht roh verzehrt werden.
Das Fruchtfleisch der Textilbanane ist nicht essbar, von dieser Bananensorte werden lediglich die Blätter für die Herstellung von Textilien verwendet.
Die meisten sind jedoch grün bis gelblich und haben eine gebogene Form.

Welche Art von Obst ist die Banane?


Wird die hervorragende Frucht mit einem einzigen Fruchtknoten, um die Samen der Pflanze umschlossen, so spricht man in der Botanik von einer Beere. Genau dies ist auch bei der Obstbanane der Fall.

Wie schmecken sie?

Die Süße der Banane hängt von ihrer Reife ab. Reife Bananen haben einen angenehmen süßen Geschmack. Eine noch etwas grünere, unreife Obstbanane schmeckt etwas säuerlicher und hat ein festeres Fruchtfleisch. Ist die Banane schon dunkel verfärbt, ist das Fruchtfleisch besonders süß.
Es gilt also, je dunkler die Banane umso süßer ist sie.

Welche Arten und Variationen gibt es?

Die Obstbanane

Obstbananen sind die bekannteste Bananenart, welche in jedem Supermarkt zu finden ist.

Die Kochbanane - die südamerikanische Gemüsebanane

Die Kochbanane kommt aus Südamerika und Afrika, welche ein fast identisches Aussehen zur Obstbanane hat. Sie unterscheiden sich jedoch im Gewicht und der farblichen Veränderung, je nach Reifegrad. Mit ihren etwa 300 Gramm ist die Kochbanane doppelt so groß wie die herkömmliche Banane und die Farben ihrer Schale variieren je nach Reifegrad zwischen grün, gelb, rot und rötlich-violett.

Diese Bananenart ist nicht zum rohen Verzehr geeignet und muss vor der Zubereitung gekocht oder gebraten werden. Durch ihr mehliges Fruchtfleisch wird die Kochbanane umgangssprachlich auch Mehlbanane, Gemüsebanane oder Pferdebanane genannt.
Geschmacklich ähnelt sie sehr den herkömmlichen Kartoffeln und weniger der bekannten, süßen Obstbanane.

Heimtextilien aus den Blättern der Textilbanane

Die Textilbanane ist zwar nicht zum Verzehr geeignet, zeichnet sich jedoch als großartige Nutzpflanze aus. So werden die Blätter dieser Bananengattung für die Herstellung von Textilien verwendet.

Wo werden Bananen vorwiegend angebaut?

Bananen werden vorwiegend in Südamerika und Indien angebaut. Das spezielle Bananenklima für den Anbau befindet sich in den Gegenden rund um den Äquator.

Wie funktioniert der Eigenanbau?

Obstbananen als Zimmerpflanze selbst ziehen

Obstbanane als Zimmerpflanzen zu Hause selbst zu ziehen ist zwar etwas schwieriger, aber nicht unmöglich. Für den Topf reicht die herkömmliche Blumentopferde aus, wobei darauf zu achten ist, dass sich keine Staunässe bildet.

Da die Banane aus einem tropischen Gebiet stammt, benötigt sie eine räumliche Luftfeuchtigkeit von mindestens 50%. Zusätzlich ist regelmäßiges Bewässern mit frischem, kalkfreien Wasser und speziellem Flüssigdünner besonders wichtig.

Der Lichteinfall spielt für die Banane ebenfalls eine wichtige Rolle, so sollte sie an einem hellen Platz im Raum stehen und vor Zugluft geschützt werden.

Einen Bananenstrauch im eigenen Garten anbauen

Um die Bananen im Garten anzubauen, sollte der Boden zuerst mit Sand und Kies bedeckt werden, da der Bananenstrauch vor starker Nässe geschützt werden muss. Der passende Standort im Garten für die Bananenpflanze ist ein schattiger, aber auch warmer Platz. Starke Sonneneinstrahlung schadet der tropischen Pflanze und lässt die Blätter des Bananenstrauchs verwelken.

Wann ist Bananen-Saison?

In ihrer Heimat in den Tropen wächst und reift die Obstbanane, durch das anhaltende Klima, ganzjährig von Frühling bis Winter. Eine Hauptsaison der Bananenpflanze gibt es somit nicht, wodurch sie das ganze Jahr über geerntet werden kann.

Woran erkennt man eine reife Banane?

Bei der Obstbanane ist es sehr einfach zu erkennen, ob diese schon reif und zum Verzehr geeignet ist. Eine noch vollkommen grüne Banane ist zwar essbar, schmeckt aber noch etwas säuerlich. Richtig reif ist die Banane erst, wenn sie ihre typische gelbe Farbe entwickelt hat.

Diese Teile sind zum Verzehr geeignet

Die Blätter und Stängel der Bananenpflanze sind nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Essbar ist nur die innere Frucht und die Schale der Obstbanane. Bei der Schale ist jedoch besonders darauf zu achten, dass diese keine chemischen Düngemittel enthält und nicht roh, sondern gebraten oder gekocht gegessen wird, da es sonst zu Bauchschmerzen kommen kann.

Inhaltsstoffe und Vitamine der Banane

Die Obstbanane enthält viele Vitamine wie Kalium, Magnesium und Vitamin B6. Durch ihre vielen Ballaststoffe ist sie ein toller Energielieferant und besteht aus 74% Wasser, 20% Kohlenhydraten und Fruchtzucker, 1,2 % Eiweiß und nur 0,2% Fett.

So wirkt sich die Banane auf den Körper aus

Die Banane ist für den menschlichen Körper eine absolute Supefrucht. Sie hilft bei Magenverstimmungen wie Sodbrennen, sorgt für eine gesunde Verdauung, indem sie sich positiv auf die Darmflora auswirkt und zählt als Heilmittel gegen Schlafstörungen.
Durch ihr enthaltenes Magnesium und Kalium schützt sie vor Nierenerkrankungen und trägt zu einem gesunden Herzen bei.

Für gestärkte Knochen und dem Aufrechterhalten der Knochendichte wie es in etwa bei Osteoporose wichtig ist, sorgt das in der Banane reichlich vorhandene Kalium.
Obstbananen spenden auch dem Haar optimale Feuchtigkeit, wodurch es wieder mehr Glanz bekommt und geschmeidig wird.

Wird die Banane mit ihrer Schale gekocht, so ist sie ein wunderbares Heilmittel bei blutigen Hämorrhoiden und Durchfall. Ebenso befeuchtet die sie die Lunge und stillt trockenen Husten.

Nutzung als Hausmittel

Die Schalen der Banane eignen sich in vielerlei Hinsicht als wunderbares Hausmittel wie zum Beispiel als Mittel gegen Akne oder zum Aufhellen der Zähne. Auch als Düngemittel ist die Obstbanane einsetzbar.

Worauf muss man beim Verzehr von Bananen achten? Was können zu große Mengen auslösen?

Zum Abnehmen eignen sich Bananen nur in Maßen. Die Obstbanane sorgt zwar für ein längeres Sättigungsgefühl ist aber durch ihre Inhaltsstoffe wie Fruchtzucker und Kohlenhydrate in kleineren Portionen zu genießen.
Der Konsum von großen Mengen an Bananen kann durch zu viel Tyramin zu Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder sogar Migräne führen.

Die richtige Zubereitung

Die Obstbanane kann auf verschiedenste Arten zubereitet werden. Ob als Beilage zu Food Bowls, als leckere Frucht zu einem Eis, wie dem bekannten Bananensplit, oder auch gebacken und gebraten als süße Nachspeise. Mit ihrem süßen, fruchtigen Geschmack ist die Banane sowohl roh als auch gekocht, zu jeder Jahreszeit eine genießbare, gesunde Frucht.

Sind Bananen einfrierbar?

Bevor Bananen eingefroren werden, ist es wichtig, sie davor zu schälen, da sie ohne Schale im Tiefkühler länger haltbar sind. Wichtig zu beachten ist, dass die Obstbanane auch abgeschält nur bis zu 2 Monate tiefgekühlt haltbar ist.

3 beliebte Gerichte mit Bananen

Gebackene Bananen mit Honig

Gebackene Bananen, übergossen mit frischem Honig, sind ein sehr beliebtes asiatisches Dessert.

Der Bananensplit

Der Bananensplit ist einer der beliebtesten Gerichte in jedem Eissalon. Die aufgeschnittene Banane gefüllt mit Vanilleeis und leckerer Schokoladensoße ist an heißen Sommertagen ein süßer, fruchtiger Snack für zwischendurch.

Die Bananenmilch

Die Bananenmilch ist ein besonders beliebtes, fruchtiges Getränk. Hier wird die Banane in Milch püriert, wodurch ein sättigender, erfrischender Bananenmilchshake entsteht.