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Allerdings kommt der Wunsch nach mehr Herkunftstransparenz laut der Befragung mit Einschränkungen. Für 57 Prozent sind demnach die Preise der Speisen für die Auswahl eines Restaurants entscheidend, unabhängig davon, ob diese die Herkunft ihrer Zutaten ausweisen. Gleichzeitig gehen etwa zwei Drittel der Befragten davon aus, dass eine verpflichtende Kennzeichnung mit zusätzlichem Aufwand und Kosten für Gastronomen verbunden wäre und sich in steigenden Preisen niederschlagen würde.
"Herkunftstransparenz wird also gewünscht, sie hebt die Preissensibilität der Konsument:innen aber nicht auf", folgert IHaM-Handelsforscher Ernst Gittenberger. Institutsvorstand Christoph Teller sieht in mehr Herkunftstransparenz unterdessen eine Chance, österreichische Lebensmittel in der Gastronomie sichtbarer zu machen und gezielt als Qualitäts- und Vertrauenssignal einzusetzen.
Seit September 2023 gilt eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für bestimmte Speisezutaten in Großküchen und Kantinen, in Wirtshäusern allerdings nicht und ist dort in naher Zukunft auch nicht absehbar. Herkunftskennzeichnungen in der Gastronomie sind in Österreich schon lange politischer Zankapfel. Das gilt vor allem für die Standpunkte der thematisch involvierten Sozialpartner Wirtschaftskammer (Gastronomie) und Landwirtschaftskammer (Agrar).
Während viele Bauern mehr Heimisches auf den Tellern in der Gastronomie sehen wollen, wehren sich relevante Teile der Bewirtung gegen neue Vorschriften mit Verweis auf den bürokratischen Zusatzaufwand. Zuletzt hatten Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer ein gemeinsames Projekt für mehr Herkunftstransparenz in der Gastro angekündigt. Dabei sollen vor allem digitale Möglichkeiten und Systeme ausgelotet werden, die den Gästen in der Gastro künftig mehr Informationen zur Herkunft tierischer Produkte bieten sollen. Ein konkreter Zeitrahmen wurde dabei allerdings nicht genannt.
