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Strebl folgt Wolfgang Urbantschitsch nach, dessen Mandat nach zwei Funktionsperioden im März 2026 endet und nicht mehr verlängert werden kann. Alfons Haber ist seit März 2021 E-Control-Vorstand, er war von der damaligen Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) bestellt worden. Strebl und Haber hätten "mehrfach ihre Kompetenzen und Expertise" im Energiebereich unter Beweis gestellt, "ich bin überzeugt, dass sie die Aufgaben im Sinne der Stromkonsumentinnen und Stromkonsumenten ausführen werden", sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) laut Aussendung.
Die Blauen sahen sich im Bestellungsprozess nicht ausreichend informiert, sie verließen aus Protest den Wirtschaftsausschuss. Energiesprecher Axel Kassegger kritisierte in einer Aussendung, "dass weder Lebensläufe noch eine offizielle Information durch den ÖVP-Ausschussvorsitzenden erfolgten". Wie sich herausstellte, war der Grund dafür ein Missverständnis auf Verwaltungsebene: Die Unterlagen seien zwar von der Regierung an die Parlamentsdirektion übermittelt, allerdings von dort nicht an die Parlamentarier weitergeleitet worden, erklärte Parlamentssprecher Karl-Heinz Grundböck gegenüber der APA.
Die Grünen kritisierten vor allem den "fliegenden Wechsel" Strebls vom Chefposten der Wien Energie zur Regulierungsbehörde. "Unabhängig von der Qualifizierung muss der Vorstand der E-Control unbefangen, unabhängig von Marktinteressen und Interessenskonflikten sein", sagte Energiesprecher Lukas Hammer laut Aussendung. Die Partei fordert eine "Cooling-Off-Phase" für Vorstände.
++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen E-Control / Energiewirtschaft / Regulierungsbehörde. Im Bild: Das Logo der E-Control aufgenommen am Dienstag, 24. Juni 2025, am Firmensitz in Wien.
