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Das Schiff wurde sechs Seemeilen vor der Küste von Grado lokalisiert. Es wurde samt seiner reichen Ladung an Amphoren im Zuge mehrerer Ausgrabungsphasen geborgen, die von der friaulischen Denkmalbehörde zwischen 1987 und 1999 durchgeführt wurden.
Wie auf einer Reise durch die Adria der römischen Kaiserzeit vermittelt die Ausstellung ein eindrucksvolles Bild des Netzes von Handelsbeziehungen und wirtschaftlichen Verflechtungen, dessen Zentrum in römischer Zeit das Hafensystem der friaulischen Stadt Aquileia bildete. Von dort war das Schiff gestartet, als es im 2. Jahrhundert n. Chr. Schiffbruch erlitt.
Im Museum werden archäologische Funde gezeigt, die auf dem Meeresgrund und im Lagunengebiet geborgen wurden. Die dichte Struktur von Anlagen und Siedlungen, die das Gebiet zwischen Aquileia und der Küstenlinie prägten, wird anhand von Exponaten aus der Sammlung des Archäologischen Museums von Aquileia veranschaulicht.
"Dieses Museum vermittelt nicht nur einen archäologischen Fund von außergewöhnlichem Wert, sondern erzählt auch die Geschichte der antiken Adria als Raum des Austauschs, der Reisen sowie des Zirkulierens von Waren und Ideen - in enger Verbindung mit dem Hafensystem von Aquileia", so der Generaldirektor der italienischen Museen, Massimo Osanna, anlässlich der Eröffnung des Museums.
Obwohl das Schiff vermutlich in einem Unwetter gesunken ist, sind die 560 Amphoren, die es geladen hatte, großteils unversehrt geblieben. Die Gefäße aus allen Teilen des damaligen römischen Weltreiches enthielten u.a. die legendäre, aber für heutige Gaumen wohl ungenießbare antike Würzsoße Garum aus in der Sonne vergorenen Fischen und deren Innereien. Die Kosten für das Museum, das direkt an der Strandpromenade von Grado liegt, betrugen 681.000 Euro,




