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"Ich durfte selber als Student davon profitieren und weiß, wie viele junge Menschen durch dieses Programm Europäerinnen und Europäer geworden sind", so Wiederkehr vor dem Treffen gegenüber Journalistinnen in Brüssel. Heute solle es eine Einigung auf die Grundzüge des Programmes geben, da die Verhandlungen ja noch laufen. Aufgrund von knappen Budgets der Nationalstaaten erwartet der Minister "herausfordernde und auch schwierige Verhandlungen noch bis zum Jahresende".
Das Erasmus-Programm der EU wurde 1987 ins Leben gerufen, um eine engere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen in ganz Europa durch grenzüberschreitenden Studentenaustausch zu fördern. Mittlerweile umfasst "Erasmus+" auch den Austausch von Lehrenden, Auszubildenden oder Schülern, und steht damit Menschen jeden Alters offen. Im vorigen mehrjährigen EU-Haushalt 2021-2027 wurden mit rund 26 Milliarden Euro die Auslandsaufenthalte von etwa zehn Millionen Menschen gefördert. Österreich erhielt rund 600 Millionen Euro.
Weitere Themen im Fokus der Minister sind heute laut Wiederkehr der Umgang mit der künstlichen Intelligenz, "wie Lehrkräfte in Europa mit der KI arbeiten und lernen sollen", sowie Jugendschutz und Social Media. Hier sei Österreich Vorreiter: "Nach dem Handyverbot im Klassenzimmer wollen wir auch eine Altersgrenze von 14 Jahren einführen." Die Europäische Kommission hat kürzlich eine App zur Altersverifizierung präsentiert. Wiederkehr betont die koordinierende und wichtige Rolle der Brüsseler Behörde, etwa "um das europäische Recht auch einzufordern und wo es nicht befolgt wird, auch Sanktionen auszusprechen".
Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) am Mittwoch, 6. Mai 2026, anl. einer Sitzung des Ministerrats im Bundeskanzleramt in Wien.






