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Noch bis Donnerstag findet die erstmals abgehaltene Konferenz "Austrian Space Days" mit rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Standort des Labs wie auch der heuer zusätzlich gegründeten "Space Factory" statt. Das Veranstaltungsthema kann dabei auch für die künftige Marschrichtung gelten: Man adressiert Notwendigkeiten bei der Industrialisierung und die Stärkung des österreichischen Weltraumsektors in Europa. Das "ESA Phi-Lab Austria" sei damals gegründet worden, so Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), um Ideen marktfähig zu machen. Über die "Space Factory" sollen verstärkt Prototypen geschaffen und auch getestet werden können. Zudem wolle man künftig eine "Space Region Lower Austria" als Dachmarke aufbauen und darunter Standorte wie Seibersdorf, Wiener Neustadt und Schwechat mit ihren Entwicklungen besser vernetzen.
Das "ESA Phi-Lab Austria" war 2024 als erstes nationales "ESA-Weltraum-Hub" ins Leben gerufen worden - nach dem ursprünglichen, 2018 eröffneten "ESA Phi-Lab" in Italien. Für die ersten vier Jahre wurden dem österreichischen Projekt 11,2 Mio. Euro zugesprochen. Die 9,6 Mio. Euro für die Förderperiode 2028 bis 2031 verteilen sich auf 4,4 Mio. Euro, die vom Land Niederösterreich bereitgestellt werden, und 5,2 Mio. Euro, die aus der ESA und damit indirekt über das Infrastrukturministerium fließen.
Seit Bestehen des "ESA Phi-Lab Austria" - sein Schwerpunkt liegt auf sogenannten Upstream-Technologien wie z.B. Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge - gab es, so die aktuelle Bilanz, vier Ausschreibungsrunden mit mehr als 150 Einreichungen aus Europa und 13 aufgenommene Projekte. Drei Projekte seien bereits erfolgreich abgeschlossen worden. Zudem blickte man auf zehn angesiedelte Weltraum-Unternehmen und 75 neue Arbeitsplätze am Standort zurück.
Insgesamt zehn nationale "ESA Phi-Labs" wurden in Europa bisher aus der Taufe gehoben. Der aus Tirol stammende ESA-Direktor Josef Aschbacher sieht diese als "lebende Organismen", von denen auch durchaus noch weitere - in Abstimmung mit den Zielländern und einer sichergestellten Finanzierung - errichtet werden könnten.
Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner unterstrich die Bedeutung des Standortes am Flughafen Wien/Schwechat: "Wir sehen in der Weltraumtechnologie ein zukünftiges Wachstumsfeld." Über die Fertigstellung des Bauprojektes "Office Park 4 Next" werde künftig dann auch der "Office Park 2" zur Gänze für die Weiterentwicklung von Weltraum-Unternehmen zur Verfügung stehen.
(S E R V I C E - https://austrianspacedays.com/ ; https://esaphilab.at/ )
ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher am Freitag, 26. April 2024 anl. einer PK zur Eröffnung des ,,ESA Phi-Lab NET Austria" am Flughafen in Wien-Schwechat.
