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Die wissenschaftliche Untersuchung von Kaberi Dasgupta (McGill University/Montreal) und Co-Autoren wurde vor wenigen Tagen in "The Lancet Regional Health" veröffentlicht (DOI: 10.1016/j.lana.2026.101664) und zeitgleich beim europäischen Diabeteskongress in Mailand vorgestellt. "Energiearme Diäten können ein Verschwinden (Remission; Anm.) von Typ-2-Diabetes bewirken, wurden aber noch nicht in Kombination mit strukturiertem, angeleiteten Training untersucht. Ziel unserer Studie war es, festzustellen, ob eine kombinierte Intervention eine Remission bei Typ-2-Diabetes im frühen Erwachsenenalter (unter 45 Jahre) - einer Patientengruppe mit hohem Lebenszeitrisiko für Komplikationen - herbeiführen kann", schrieben die Wissenschafter.
Aufgenommen wurden 96 Probanden mit einem mittleren Alter von 38 Jahren und einem Body-Mass-Index (BMI) von 35,2, was deutliche Adipositas bedeutet. Sie hatten alle bereits einen diagnostizierten Typ-2-Diabetes, mussten aber noch kein Insulin spritzen. In Österreich dürften 540.000 bis 700.000 Menschen an dieser Form der Zuckerkrankheit leiden, die an die 90 Prozent aller Diabetes-Erkrankungen ausmacht.
50 Patienten kamen per Zufallsentscheid in die Interventionsgruppe. 46 Betroffenen blieben in der Kontrollgruppe ohne zusätzliche Therapie. "Die Gruppen erhielten entweder die übliche Behandlung oder eine Intervention mit einer Kombination aus 800 bis 900 Kilokalorien pro Tag Energiezufuhr, zweimal wöchentlich angeleitetem Training (aerob, Krafttraining) und einmal wöchentlich selbstständigem Training (Wochen eins bis zwölf), gefolgt von einer das erreichte Gewicht stabilisierenden Diät mit selbstständigem Training (Wochen 13 bis 24)", schrieben die Wissenschafter.
Die Ergebnisse sprechen eindeutig für eine solche Intervention, auch wenn ein Typ-2-Diabetes bereits diagnostiziert worden ist. "Nach 24 Wochen wurde bei 27 von 50 (54 Prozent) Teilnehmern der Interventionsgruppe und bei zwei von 46 (vier Prozent) Teilnehmern der Kontrollgruppe ein Verschwinden der Erkrankung erreicht", stellten die Fachleute fest.
Ausschlaggebend dafür war das Erreichen eines mittelfristig "gesunden" Blutzuckerwertes (HbA1c von weniger als 6,5 Prozent) ohne Blutzucker-senkende Medikamente für mindestens zwölf Wochen. Keine Frage ist, dass eine solche Intervention bei Gefährdeten auch den Ausbruch von Typ-2-Diabetes verhindern kann.
THEMENBILD - Verkaufsszene fotografiert am Dienstag, 11. August 2009, an einem Obst- und Gemüsestand am Wiener Naschmarkt. APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH
